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Studium

Wie läuft ein Studium eigentlich ab – und was erwartet mich?

Studium

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Einleitung

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Einleitung

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    Ein Studium ist mehr als der Besuch von Vorlesungen und das Ablegen von Prüfungen. Zum Studium gehören auch das Selbststudium, die Arbeit mit Fachliteratur und die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen.
    Damit beginnt ein neuer Abschnitt nach der Schule. In der Schule gibt es meist genauere Vorgaben für den Lernalltag. Im Studium müssen Studierende stärker selbst planen, wann sie lernen, welche Aufgaben sie bearbeiten und wie sie sich auf Prüfungen vorbereiten. Lehrveranstaltungen können dabei weiterhin an schulischen Unterricht erinnern, aber auch Diskussionen, Austausch und selbstständige Arbeit umfassen.
    Wie das Studium erlebt wird, hängt jedoch nicht nur vom gewählten Fach ab. Auch die Hochschule und die Studienform spielen eine wichtige Rolle. Neben dem klassischen Präsenzstudium gibt es zum Beispiel duale, berufsbegleitende, Teilzeit- und Fernstudiengänge. Diese Formen können den Lernort, die Zeiteinteilung und die Verbindung mit Beruf oder Familie unterschiedlich gestalten.
    Deshalb gibt es nicht den einen richtigen Studienalltag. Wichtig ist nicht nur die Frage, was studiert werden soll. Ebenso wichtig ist, unter welchen Bedingungen das Studium stattfindet und welche Form zum eigenen Alltag, zu den eigenen Zielen und zur persönlichen Lebenssituation passt.

    Vom Schulalltag zum Studium

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    Schule und Studium im Vergleich

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    • In der Schule gibt es meist mehr feste Vorgaben für den Lernalltag
    • Im Studium müssen Studierende ihre Lernzeit und ihre Vorbereitung stärker selbst organisieren
    • Zum Studium gehören Lehrveranstaltungen und eigene Arbeit außerhalb dieser Veranstaltungen
    • Vorlesungen, Übungen und Seminare können sehr unterschiedlich ablaufen
    Der größte Unterschied zwischen Schule und Studium liegt darin, wie das Lernen organisiert ist. In der Schule gibt es meist klare Vorgaben. Im Studium müssen Studierende stärker selbst planen, wann sie lernen, welche Aufgaben sie bearbeiten und wie sie sich auf Prüfungen vorbereiten.
    Lehrveranstaltungen sind dabei nur ein Teil des Studiums. Studierende arbeiten auch außerhalb dieser Veranstaltungen weiter. Sie lesen Fachliteratur, nutzen weitere Materialien und bereiten Veranstaltungen vor oder nach.
    Die Veranstaltungen selbst können sehr unterschiedlich aussehen. In einer Vorlesung hören Studierende meist einem Vortrag zu und machen sich Notizen. In einer Übung bearbeiten sie Aufgaben, wiederholen den Stoff und klären Verständnisfragen. Eine Vorlesung kann deshalb teilweise an den Unterricht in der Schule erinnern. Andere Veranstaltungen sind stärker auf Fragen, Diskussionen und den Austausch mit anderen Studierenden ausgerichtet.
    Studium bedeutet also nicht einfach, mehr Unterrichtsstoff zu lernen. Es geht auch darum, die eigene Arbeit zu planen, Inhalte selbstständig zu vertiefen und sich aktiv an Lernprozessen zu beteiligen. Wie stark sich Schule und Studium unterscheiden, hängt vom Studiengang, von der Hochschule und von den einzelnen Lehrveranstaltungen ab.

    Der Wechsel von festen Vorgaben zu mehr Eigenverantwortung

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    • Weniger genaue Vorgaben für den täglichen Lernalltag
    • Studierende planen Lernzeiten, Aufgaben und Prüfungsvorbereitung stärker selbst
    • Zur Eigenverantwortung gehört auch, bei Schwierigkeiten rechtzeitig Hilfe zu suchen
    • Selbstständiges Lernen und Zeitmanagement können gelernt und weiterentwickelt werden
    In der Schule ist meist genauer festgelegt, wann und was gelernt wird. Im Studium gibt es mehr Raum für eigene Entscheidungen. Studierende müssen deshalb selbst planen, wann sie lernen, welche Aufgaben zuerst erledigt werden und wie sie sich auf Prüfungen vorbereiten.
    Diese Freiheit kann angenehm sein. Sie bringt aber auch neue Aufgaben mit sich. Wenn Lernzeiten nicht geplant oder Prüfungen zu spät vorbereitet werden, kann der Überblick schnell verloren gehen.
    Eigenverantwortung bedeutet nicht, dass Studierende alle Probleme allein lösen müssen. Wenn Inhalte unklar bleiben oder die Organisation Schwierigkeiten macht, sollten sie das Problem erkennen und passende Hilfe suchen. Dafür können sie sich zum Beispiel an Lehrende, Beratungsstellen oder andere Studierende wenden.
    Nicht alle Studierenden bringen zu Beginn die gleichen Erfahrungen mit. Selbstständiges Lernen, Zeitmanagement und wissenschaftliches Arbeiten können sich im Laufe des Studiums weiterentwickeln. Angebote zu Studienbeginn, Workshops und Lerngruppen können dabei unterstützen.
    Der Wechsel zu mehr Eigenverantwortung ist deshalb kein plötzlicher Test, den alle sofort bestehen müssen. Es handelt sich um einen Lernprozess. Mit der Zeit können Studierende herausfinden, welche Lernweise und welche Organisation für sie gut funktionieren.

    Die veränderte Rolle von Lehrenden und Studierenden

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    • Lehrende erklären Inhalte, geben Orientierung und helfen bei Fragen weiter
    • Studierende arbeiten aktiver mit und setzen sich selbstständig mit den Inhalten auseinander
    • Feedback und Beratung unterstützen dabei, den eigenen Lernweg weiterzuentwickeln
    • Studierende müssen den Kontakt zu Lehrenden bei Fragen oder Problemen häufig selbst suchen
    • Auch Lerngruppen und der Austausch mit anderen Studierenden können beim Lernen helfen
    Im Studium heißt es nicht mehr nur: Lehrende erklären etwas und Studierende hören zu. Lehrende geben zwar weiterhin wichtige Inhalte und Orientierung. Sie legen auch den Rahmen für Veranstaltungen fest, beantworten Fragen und geben Rückmeldungen.
    Studierende sollen sich jedoch stärker selbst beteiligen. In einem Seminar können sie zum Beispiel Aufgaben bearbeiten, Themen vorstellen, diskutieren oder Wissen auf konkrete Fälle anwenden. So entsteht Lernen nicht nur durch Zuhören, sondern auch durch eigenes Ausprobieren und Nachdenken.
    Feedback spielt dabei eine wichtige Rolle. Es kann zeigen, was bereits gut verstanden wurde und an welchen Stellen noch Fragen offen sind. Gespräche mit Lehrenden können außerdem helfen, Probleme zu klären und den weiteren Lernweg zu planen.
    Der Kontakt entsteht im Studium allerdings nicht immer automatisch. Bei Fragen oder Schwierigkeiten müssen Studierende häufig selbst auf Lehrende zugehen und um Rat oder Rückmeldung bitten. Auch andere Studierende können unterstützen. In Lerngruppen lassen sich Inhalte wiederholen, Fragen besprechen und Prüfungen gemeinsam vorbereiten.
    Die Rollen verändern sich also auf beiden Seiten. Lehrende begleiten und unterstützen den Lernprozess. Studierende übernehmen mehr Verantwortung und bringen sich aktiver ein. Dadurch wird das Studium zu einer gemeinsamen Arbeit, bei der beide Seiten unterschiedliche Aufgaben haben.

    Unterschiedliche Studienrealitäten

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    • Studium sieht nicht für alle Studierenden gleich aus
    • Studiengang, Hochschule und Studienform beeinflussen den Studienalltag
    • Vollzeit-, Teilzeit-, duale und Fernstudiengänge können unterschiedlich organisiert sein
    • Auch bisherige Erfahrungen und persönliche Lebenssituation spielen eine Rolle
    Es gibt nicht die eine Studienrealität. Studierende können an unterschiedlichen Hochschulen, in verschiedenen Studiengängen und mit unterschiedlichen Studienformen lernen. Deshalb kann der Alltag an einer Universität anders aussehen als an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Auch zwei Studiengänge an derselben Hochschule können sehr unterschiedlich aufgebaut sein.
    Neben dem klassischen Präsenzstudium gibt es zum Beispiel Teilzeitstudiengänge, duale Studiengänge und Fernstudiengänge. Bei einem Fern- oder Online-Studium wird ein größerer Teil des Lernstoffs selbstständig außerhalb der Hochschule bearbeitet. In einem dualen Studium wechseln sich dagegen Studium und praktische Arbeit ab. Ein Teilzeitstudium kann mehr Zeit für Beruf, Familie oder andere Aufgaben lassen.
    Auch der zeitliche Aufwand kann unterschiedlich verteilt sein. An einer Hochschule kann mehr Zeit in Lehrveranstaltungen stattfinden. An einer anderen kann ein größerer Teil der Arbeit im Selbststudium liegen. Unterschiede zeigen sich außerdem zwischen Vollzeit-, Teilzeit-, Fern- und dualen Studiengängen.
    Nicht alle Studierenden kommen auf demselben Weg an die Hochschule. Manche beginnen direkt nach der Schule. Andere haben zuvor eine Ausbildung gemacht oder bereits gearbeitet. Auch die Lebensbedingungen unterscheiden sich. Beruf, Familie, Pflegeaufgaben oder ein nicht traditioneller Bildungsweg können den Studienalltag beeinflussen.
    Deshalb lässt sich nicht allgemein sagen, wie „das Studium“ abläuft. Für ein realistisches Bild ist es wichtig, den konkreten Studiengang, die Hochschule, die Studienform und die eigene Lebenssituation gemeinsam zu betrachten.

    Studienaufbau und Voraussetzungen

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    Semester, Vorlesungszeit und vorlesungsfreie Zeit

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    • Semester: Studienhalbjahr und gehört zu einem Studienjahr
    • Studienjahr besteht meistens aus einem Winter- und einem Sommersemester
    • Ein Semester umfasst die Vorlesungszeit und die vorlesungsfreie Zeit
    • Vorlesungszeit: reguläre Lehrveranstaltungen
    • vorlesungsfreie Zeit: nicht automatisch frei von Studium, da dort Prüfungen, Praktika oder Selbststudium stattfinden können
    Ein Semester ist ein Studienhalbjahr. Das Studienjahr wird meistens in ein Wintersemester und ein Sommersemester aufgeteilt. Beide Semester zusammen bilden den üblichen Jahresablauf an einer Hochschule.
    Jedes Semester besteht aus zwei Abschnitten. In der Vorlesungszeit finden die regulären Lehrveranstaltungen statt. Dazu gehören zum Beispiel Vorlesungen, Seminare und Übungen. Die genauen Zeiträume können je nach Hochschule unterschiedlich sein.
    Auf die Vorlesungszeit folgt die vorlesungsfreie Zeit . Der Begriff kann etwas irreführend sein, denn in dieser Zeit findet weiterhin vieles für das Studium statt. Studierende schreiben Prüfungen, bereiten sich auf kommende Veranstaltungen vor, arbeiten an Hausarbeiten oder absolvieren ein Praktikum. Auch Selbststudium ist in dieser Zeit möglich. Die vorlesungsfreie Zeit ist deshalb nicht einfach mit Ferien gleichzusetzen. Für manche Studierende ist sie eine ruhigere Lernphase. Für andere ist sie besonders arbeitsintensiv, weil mehrere Prüfungen oder Abgaben anstehen. Wie das Semester genau abläuft, hängt vom Studiengang, von der Hochschule und vom jeweiligen Prüfungsplan ab.

    Prüfungsphasen statt regelmäßiger Klassenarbeiten

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    • Prüfungen werden häufig in bestimmten Zeiträumen gebündelt
    • Welche Prüfungen stattfinden und wann sie abgelegt werden, legt der jeweilige Studiengang fest
    • Prüfungen können zum Beispiel Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, Präsentationen oder praktische Aufgaben sein
    • Die Vorbereitung muss frühzeitig geplant werden, weil sich Prüfungsform und Arbeitsaufwand unterscheiden können
    In der Schule werden Leistungen häufig in kleineren Arbeiten über das Schuljahr verteilt überprüft. Im Studium gibt es dagegen oft bestimmte Prüfungsphasen. Mehrere Prüfungen können dann innerhalb eines begrenzten Zeitraums stattfinden.
    Welche Prüfungen vorgesehen sind, hängt vom Studiengang ab. Die Prüfungsordnung legt fest, welche Leistungen erbracht werden müssen, welche Prüfungsformen gelten und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Eine Prüfung muss dabei nicht immer eine Klausur sein. Möglich sind zum Beispiel mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, Präsentationen, Portfolios oder praktische Prüfungen. Die konkrete Form bestimmt, wie die Vorbereitung aussieht.
    Für Studierende bedeutet das, dass die Prüfungsvorbereitung stärker selbst geplant werden muss. Je nach Fach können mehrere Prüfungen, schriftliche Arbeiten oder andere Leistungen zusammenkommen. Auch der Arbeitsaufwand kann unterschiedlich sein. Für ein Semester werden deshalb häufig nicht nur die Lehrveranstaltungen, sondern auch Prüfungen und Studienarbeiten berücksichtigt.
    Prüfungsphasen können dadurch besonders arbeitsintensiv sein. Der genaue Ablauf ist jedoch nicht überall gleich. Entscheidend sind der Studiengang, die Prüfungsordnung und der jeweilige Prüfungsplan.

    Studienverlaufsplan und Curriculum

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    • Curriculum: beschreibt Ziele, Inhalte und Aufbau eines Studiengangs
    • Studienverlaufsplan: zeigt, welche Module normalerweise in welchem Semester vorgesehen sind
    • Studienordnungen und Modulhandbücher: informieren über Pflichtmodule, Wahlmöglichkeiten, Voraussetzungen und Leistungspunkte
    • Zu Beginn stehen häufig Grundlagen im Mittelpunkt, später werden Inhalte vertieft und erweitert
    Ein Studiengang besteht nicht nur aus einzelnen Lehrveranstaltungen. Die Inhalte und die Reihenfolge werden vorher geplant. So entsteht ein Rahmen, an dem sich Studierende während ihres Studiums orientieren können.
    Das Curriculum ist der übergeordnete Plan eines Studiengangs. Es beschreibt, welche Ziele erreicht werden sollen, welche Inhalte dazugehören und wie diese im Laufe des Studiums aufeinander aufbauen. Auch Lehrformen, Prüfungen und der zeitliche Aufbau können darin berücksichtigt werden.
    Der Studienverlaufsplan macht diesen Aufbau anschaulich. Er zeigt, welche Module normalerweise für das erste, zweite oder ein späteres Semester vorgesehen sind. In den ersten Semestern stehen häufig Grundlagen und wichtige Methoden im Mittelpunkt. Später werden diese Kenntnisse vertieft und erweitert.
    Weitere Informationen finden sich im Studienplan, in der Studienordnung und im Modulhandbuch. Dort steht zum Beispiel, welche Module verpflichtend sind, welche Wahlmöglichkeiten bestehen, welche Voraussetzungen gelten und wie viele Leistungspunkte erworben werden können.
    Der Studienverlaufsplan ist eine wichtige Orientierung für die eigene Planung. Er bedeutet jedoch nicht automatisch, dass alle Studierenden ihren Weg genau gleich gestalten. Je nach Studiengang können Wahlmodule, Praktika oder besondere Schwerpunkte hinzukommen. Entscheidend ist deshalb immer, welche Regelungen für den konkreten Studiengang gelten.

    Module und Studienleistungen

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    • Module: Bausteine eines Studiengangs, verbinden thematisch passende Lehrveranstaltungen
    • Für jedes Modul können Lernziele, Inhalte, Voraussetzungen und Prüfungen festgelegt sein
    • Studienleistungen: zeigen, dass Studierende sich mit den Inhalten beschäftigt und Aufgaben bearbeitet haben
    • ECTS-Punkte: machen den erwarteten Arbeitsaufwand eines Moduls sichtbar
    Module sind die Bausteine eines Studiengangs. In einem Modul werden mehrere Lehrveranstaltungen oder zusammengehörige Inhalte miteinander verbunden. Ein Modul hat meistens ein bestimmtes Thema, eigene Lernziele und einen festgelegten Zeitraum.
    Im Modulhandbuch steht, was zu einem Modul gehört. Dort können zum Beispiel die Inhalte, die Lernziele, die Lehrformen, die Voraussetzungen und der erwartete Arbeitsaufwand beschrieben sein. Auch die Zahl der zugehörigen ECTS-Punkte und die Art der Prüfung können dort festgelegt werden. Zu einem Modul können verschiedene Studienleistungen gehören. Das können zum Beispiel Aufgaben, Referate, Protokolle, Präsentationen oder eine Hausarbeit sein.
    Für die Leistungen werden häufig ECTS-Punkte vergeben. ECTS steht für „European Credit Transfer System“. Die Punkte sollen sichtbar machen, wie viel Arbeit für ein Modul insgesamt erwartet wird. Dazu zählen nicht nur die Zeit in Lehrveranstaltungen, sondern auch Selbststudium, Vor- und Nachbereitung sowie die Prüfungsvorbereitung. Ein Leistungspunkt entspricht etwa 25 bis 30 Arbeitsstunden.
    Welche Studien- und Prüfungsleistungen genau verlangt werden, ist nicht in jedem Studiengang gleich. Die verbindlichen Angaben stehen in der jeweiligen Studienordnung, Prüfungsordnung und im Modulhandbuch. Diese Unterlagen helfen dabei, den Aufbau eines Moduls und die eigenen Anforderungen besser zu verstehen.

    Stundenplan und Kurswahl

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    • Stundenplan: zeigt, wann die ausgewählten Lehrveranstaltungen stattfinden
    • Welche Kurse belegt werden müssen oder gewählt werden können, hängt vom Studiengang ab
    • Pflichtmodule: geben einen festen Rahmen
    • Wahlmodule: können eigene Schwerpunkte ermöglichen
    • Bei der Planung müssen auch Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und weitere Aufgaben berücksichtigt werden
    Ein Stundenplan im Studium entsteht nicht immer automatisch. Je nach Studiengang werden bestimmte Lehrveranstaltungen fest vorgegeben. Andere können aus mehreren Angeboten ausgewählt werden. Deshalb ist es wichtig, den Studienplan und das Modulhandbuch zu beachten.
    Pflichtmodule müssen belegt werden, weil sie für den Studienabschluss erforderlich sind. Bei Wahlpflicht- oder Wahlmodulen gibt es dagegen mehr Auswahl. Diese Möglichkeiten können dabei helfen, eigene Interessen zu vertiefen oder einen persönlichen Schwerpunkt zu setzen.
    Bei der Kurswahl kommt es nicht nur auf passende Uhrzeiten an. Ein Kurs besteht nicht allein aus der Zeit im Hörsaal. Dazu kommen Vor- und Nachbereitung, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und manchmal auch Praktika oder schriftliche Arbeiten. Ein voller Stundenplan kann deshalb auch außerhalb der eingetragenen Termine viel Arbeit bedeuten.
    Manchmal überschneiden sich Veranstaltungen. Hochschulen versuchen zwar, wichtige Lehrveranstaltungen zeitlich aufeinander abzustimmen. Das gelingt jedoch nicht in jedem Studiengang und bei jeder Kombination vollständig. Welche Kurse sinnvoll zusammenpassen, hängt deshalb vom Studienplan, den Voraussetzungen und dem eigenen Studienverlauf ab.

    Pflichtveranstaltungen und Wahlmöglichkeiten

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    • Pflichtmodule: gehören zum vorgeschriebenen Aufbau eines Studiengangs
    • Wahlpflichtmodule: werden aus einem festgelegten Angebot ausgewählt
    • Wahlmodule bieten zusätzliche Möglichkeiten, eigene Interessen oder Schwerpunkte zu verfolgen
    • Welche Wahlmöglichkeiten bestehen, hängt von der Hochschule und vom Studiengang ab
    Ein Studium besteht meistens aus festen und frei wählbaren Teilen. Pflichtmodule gehören zum vorgeschriebenen Aufbau des Studiengangs. Sie müssen absolviert werden, damit alle wichtigen Grundlagen und Inhalte des Studiengangs abgedeckt sind.
    Bei einem Wahlpflichtmodul gibt es eine Auswahl. Studierende müssen ein Modul aus einem bestimmten Katalog wählen. Die Entscheidung ist also nicht vollständig frei, bietet aber mehr Möglichkeiten als ein Pflichtmodul.
    Wahlmodule können noch mehr Spielraum geben. Sie ermöglichen es, sich mit zusätzlichen Themen zu beschäftigen oder einen eigenen Schwerpunkt zu setzen. Je nach Studiengang können dabei zum Beispiel fachliche Vertiefungen, Sprachen oder interdisziplinäre Inhalte gewählt werden.
    Die Wahlmöglichkeiten sind nicht an jeder Hochschule gleich. Manche Angebote gibt es nur in bestimmten Studiengängen oder werden nur in bestimmten Semestern angeboten. Auch Voraussetzungen und zeitliche Überschneidungen können eine Rolle spielen. Deshalb lohnt sich ein Blick in den Studienplan und das Modulhandbuch. Dort steht, welche Veranstaltungen verpflichtend sind, welche Kurse gewählt werden können und welche Bedingungen für die Teilnahme gelten. Wahlmöglichkeiten bedeuten also zusätzlichen Spielraum, aber nicht völlige Freiheit bei der Zusammenstellung des Studiums.

    Vorleistungen und fachliche Voraussetzungen

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    • Hochschulzugangsberechtigung: für den Zugang zu einem Studium
    • Manche Studiengänge verlangen zusätzliche Vorleistungen (z.B. Vorpraktikum oder Aufnahmeprüfung)
    • Für bestimmte Module können fachliche Vorkenntnisse oder vorherige Studienleistungen erforderlich sein
    • Vorbereitungskurse und Brückenangebote können dabei helfen, fehlende Kenntnisse aufzuholen
    Bevor ein Studium beginnen kann, muss zunächst eine passende Hochschulzugangsberechtigung vorliegen. Dazu gehören zum Beispiel das Abitur oder die Fachhochschulreife. Unter bestimmten Bedingungen kann der Zugang auch über eine berufliche Qualifikation oder eine Aufnahmeprüfung möglich sein.
    Manche Studiengänge verlangen zusätzliche Vorleistungen . Dazu kann ein Vorpraktikum gehören. Auch Aufnahmeprüfungen oder besondere Auswahlverfahren können vorgesehen sein. Welche Anforderungen gelten, hängt vom Studiengang und von der Hochschule ab.
    Auch innerhalb des Studiums kann es fachliche Voraussetzungen geben. Bestimmte Module dürfen dann erst belegt werden, wenn vorherige Inhalte bearbeitet oder bestimmte Leistungen erbracht wurden. Die Studien- und Prüfungsordnungen regeln, welche Voraussetzungen für einen Studienabschnitt oder ein Modul gelten.
    In einigen Fächern sind außerdem bestimmte Vorkenntnisse besonders wichtig. Das kann zum Beispiel Mathematik oder eine Sprache betreffen. Dafür gibt es teilweise Einstufungstests, Vorkurse oder Brückenangebote. Sie können helfen, Wissenslücken vor dem Studienbeginn oder am Anfang des Studiums zu schließen.
    Vor der Bewerbung lohnt sich deshalb ein Blick in die Informationen des jeweiligen Studiengangs. Dort steht, welche Vorleistungen, Vorkenntnisse und Nachweise tatsächlich verlangt werden. Allgemeine Aussagen über alle Studiengänge sind an dieser Stelle nicht möglich.

    Studienumfang und Arbeitsaufwand

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    • Studienumfang: zeigt, wie viele Module und Leistungen für einen Abschluss vorgesehen sind
    • Im Vollzeitstudium werden pro Semester normalerweise 30 ECTS-Punkte eingeplant
    • Ein ECTS-Punkt entspricht ungefähr 25 bis 30 Arbeitsstunden
    • Zum Arbeitsaufwand gehören Lehrveranstaltungen, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und weitere Studienarbeiten
    Der Studienumfang beschreibt, wie viel in einem Studiengang insgesamt gelernt und geleistet werden soll. Dabei geht es nicht nur um die Zeit in Vorlesungen, Seminaren oder Übungen. Auch das Lernen außerhalb der Hochschule gehört zum Studium.
    Zur Planung des Umfangs werden häufig ECTS-Punkte verwendet. In einem Vollzeitstudium sind normalerweise 30 ECTS-Punkte pro Semester vorgesehen. Ein Bachelorstudium mit sechs Semestern umfasst dadurch in der Regel 180 ECTS-Punkte.
    ECTS-Punkte zeigen auch, wie viel Arbeitszeit für ein Modul ungefähr eingeplant ist. Ein ECTS-Punkt entspricht etwa 25 bis 30 Arbeitsstunden. Bei 30 ECTS-Punkten ergibt sich damit ein Arbeitsaufwand von ungefähr 750 bis 900 Stunden pro Semester. Diese Zeit verteilt sich auf verschiedene Aufgaben. Dazu gehören der Besuch von Lehrveranstaltungen, die Vor- und Nachbereitung, das Selbststudium, die Prüfungsvorbereitung sowie Studien- und Abschlussarbeiten. Auch Praktika können zum Arbeitsaufwand gehören.
    Der Stundenplan zeigt deshalb nur einen Teil der tatsächlichen Arbeit. Eine Befragung aus dem Jahr 2021 ergab für Studierende im Durchschnitt 17,1 Stunden pro Woche für Lehrveranstaltungen und 17,4 Stunden für das Selbststudium . Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte. Der tatsächliche Aufwand kann je nach Studiengang, Studienform und persönlicher Lebenssituation unterschiedlich sein.

    Flexibilität bei der Gestaltung des Studiums

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    • Flexibilität kann sich auf Studiengeschwindigkeit, Studienzeit, den Lernort und die Kurswahl beziehen
    • Teilzeitmodelle können helfen, Studium, Beruf oder Familie miteinander zu verbinden
    • Online-, Hybrid- und andere Studienformen können mehr zeitliche oder räumliche Möglichkeiten bieten
    • Wie flexibel ein Studium tatsächlich ist, hängt vom Studiengang und von der Hochschule ab
    Ein Studium muss nicht immer nach genau demselben Weg ablaufen. Je nach Studiengang gibt es Möglichkeiten, die Kurswahl, das Lerntempo oder die Zeiteinteilung teilweise selbst zu gestalten. Flexibilität kann dadurch mehr Freiraum schaffen, bringt aber auch mehr Verantwortung für die eigene Planung mit sich.
    Eine Möglichkeit ist ein Teilzeitstudium. Dabei werden meist weniger Inhalte pro Semester belegt. Das Studium dauert dadurch länger, kann aber besser mit einer Berufstätigkeit, Familie oder anderen Verpflichtungen verbunden werden.
    Auch der Lernort kann unterschiedlich gestaltet sein. Online- und hybride Angebote ermöglichen es teilweise, Lehrveranstaltungen oder Lernphasen zeitlich und räumlich flexibler zu organisieren. Solche Angebote können besonders für Studierende hilfreich sein, die neben dem Studium weitere Aufgaben haben.
    Flexibilität bedeutet jedoch nicht, dass alle Teile des Studiums frei gewählt werden können. Studiengänge haben weiterhin feste Module, Prüfungen, Fristen und Voraussetzungen. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt deshalb von der Hochschule, dem Studiengang und der jeweiligen Studienordnung ab.
    Auch mögliche Folgen sollten beachtet werden. Ein Teilzeitstudium oder ein Studium in individueller Geschwindigkeit kann sich zum Beispiel auf die Studienfinanzierung, die Kinderbetreuung oder andere Bereiche auswirken. Vor einer Entscheidung ist es deshalb wichtig, die konkreten Bedingungen des Studiengangs zu prüfen.

    Studientypen

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    Bachelorstudium

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    • Bachelor: erster berufsqualifizierende Hochschulabschluss
    • Bachelorstudiengänge dauern je nach Studiengang unterschiedlich lange und umfassen meist 180 bis 240 ECTS-Punkte
    • Die meisten Bachelorstudiengänge dauern sechs Semester und umfassen 180 ECTS-Punkte
    • Abschluss: größere Abschlussleistung, die je nach Studiengang unterschiedlich aussehen kann
    • Nach dem Bachelor: Berufseinstieg oder weiterführendes Masterstudium
    Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss. Er kann an Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie an Kunst- und Musikhochschulen erworben werden.
    Die Dauer eines Bachelorstudiums hängt vom Studiengang ab. Bachelorstudiengänge dauern meist drei bis vier Jahre beziehungsweise umfassen 180 bis 240 ECTS-Punkten. Die meisten Bachelorstudiengänge dauern sechs Semester und umfassen 180 ECTS-Punkte. An Hochschulen für angewandte Wissenschaften kommen auch sieben Semester besonders häufig vor.
    Das Studium ist in Module gegliedert. In diesen Modulen werden Lehrveranstaltungen, Studienleistungen und Prüfungen miteinander verbunden. Die einzelnen Module tragen zum Studienumfang und zum späteren Abschluss bei.
    Am Ende des Bachelorstudiums steht eine größere Abschlussleistung . In vielen Studiengängen ist das eine Bachelorarbeit. Dabei wird eine fachliche Frage selbstständig und mit wissenschaftlichen Methoden bearbeitet. Die Abschlussleistung muss jedoch nicht in jedem Studienbereich gleich aussehen. An Kunst- und Musikhochschulen kommen neben schriftlichen und mündlichen Prüfungen auch künstlerisch-gestalterische Prüfungen vor. Ob eine künstlerische, praktische, experimentelle oder schriftliche Abschlussleistung verlangt wird, steht in den Regelungen des jeweiligen Studiengangs.
    Nach dem Bachelor kann der Berufseinstieg folgen. Möglich ist auch ein weiterführendes Masterstudium, das der fachlichen oder wissenschaftlichen Vertiefung dient.

    Masterstudium

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    • Master: weiterführender Hochschulabschluss und baut meistens auf einem ersten Hochschulabschluss auf
    • Dauert je nach Studiengang meistens zwei bis vier Semester
    • Für die Aufnahme: i.d.R. Bachelorabschluss und ggf. weitere fachliche Voraussetzungen
    • Konsekutiver Master: vertieft ein verwandtes Bachelorstudium
    • Weiterbildender Master: stärker ausgerichtet auf berufliche Erfahrungen oder besondere Spezialisierung
    Der Master ist ein weiterführender Hochschulabschluss. Er baut meistens auf einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss wie dem Bachelor auf. Im Masterstudium werden Kenntnisse aus dem ersten Studium vertieft, erweitert oder auf ein bestimmtes Fachgebiet konzentriert.
    Die Dauer eines Masterstudiums beträgt je nach Studiengang zwei, drei oder vier Semester. Die genaue Regelstudienzeit steht in der Prüfungsordnung.
    Für die Aufnahme wird in der Regel ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss verlangt. Zusätzlich können weitere Voraussetzungen gelten. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte fachliche Inhalte, eine bestimmte Abschlussnote, Sprachkenntnisse oder ein Auswahlverfahren.
    Viele Masterstudiengänge schließen direkt an ein passendes Bachelorstudium an. Sie werden als konsekutive Masterstudiengänge bezeichnet. Weiterbildende Masterstudiengänge richten sich dagegen häufig an Personen, die bereits Berufserfahrung gesammelt haben und sich in einem bestimmten Bereich weiterqualifizieren möchten.
    Am Ende des Masterstudiums steht häufig eine Masterarbeit. Darin wird eine fachliche oder wissenschaftliche Fragestellung selbstständig bearbeitet. Welche Abschlussleistung genau verlangt wird, hängt vom jeweiligen Studiengang und seiner Prüfungsordnung ab.
    Ein Masterstudium ist nicht für alle Bachelorabsolvent*innen der nächste Schritt. Nach dem Bachelor kann auch direkt der Berufseinstieg folgen. Ob ein Master sinnvoll oder erforderlich ist, hängt unter anderem vom Studienfach, den beruflichen Zielen und den Zugangsvoraussetzungen des gewünschten Masterstudiengangs ab.

    Grundständiges und weiterführendes Studium

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    • Grundständiges Studium: führt zum ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss
    • Weiterführendes Studium: setzt normalerweise einen ersten Hochschulabschluss voraus
    • Bachelor, Diplom, Magister und Staatsexamen können zu den grundständigen Studiengängen gehören
    • Zum weiterführenden Studium gehören vor allem Masterstudiengänge sowie Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge
    Die Begriffe „grundständig“ und „weiterführend“ beschreiben nicht einfach die ersten oder späteren Semester eines Studiums. Sie zeigen, an welcher Stelle ein Studiengang im Bildungsweg steht.
    Ein grundständiges Studium kann normalerweise direkt mit einer Hochschulzugangsberechtigung begonnen werden. Es führt zum ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. Dazu gehören zum Beispiel Bachelorstudiengänge, aber auch einige Diplom-, Magister- und Staatsexamensstudiengänge.
    Ein weiterführendes Studium baut dagegen auf einem ersten Hochschulabschluss auf. Es führt zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. Zu dieser Gruppe gehören vor allem Masterstudiengänge. Auch Aufbau-, Ergänzungs- und Zusatzstudiengänge können weiterführende Studienangebote sein.
    Der typische Weg führt von einem grundständigen Bachelorstudium in ein weiterführendes Masterstudium. Das ist jedoch nicht zwingend der nächste Schritt. Nach dem Bachelor kann auch direkt der Berufseinstieg folgen. Ein Masterstudium kann später aufgenommen werden, wenn die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind.
    Welche Voraussetzungen gelten, hängt vom jeweiligen Studiengang ab. Deshalb sollten die Angaben zur Zulassung, zum fachlichen Zusammenhang und zu möglichen Berufserfahrungen immer in den Informationen des konkreten Studiengangs geprüft werden.

    Staatsexamen und andere Abschlussarten

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    • Neben Bachelor und Master: staatliche, kirchliche, künstlerische, Diplom- und Magisterabschlüsse
    • Staatsexamen: staatliche Prüfung und kommt zum Beispiel in Medizin, Jura, Pharmazie und einigen Lehramtsstudiengängen vor
    • Diplom- und Magisterstudiengänge: gibt es heute nur noch in wenigen Bereichen
    • Künstlerische Studiengänge können mit künstlerisch-gestalterischen Prüfungen abschließen
    • Promotion: führt zum Doktorgrad und setzt in der Regel einen Masterabschluss oder einen vergleichbaren Abschluss voraus
    Die meisten Studiengänge führen heute zu einem Bachelor- oder Masterabschluss. Daneben gibt es aber weiterhin andere Abschlussarten. Im Wintersemester 2025/2026 führten 1.382 Studiengänge zu einem staatlichen oder kirchlichen Abschluss. Weitere 334 Studiengänge schlossen mit einem Diplom, Magister oder künstlerischen Abschluss ab.
    Ein Staatsexamen ist eine staatliche Prüfung. Es kommt unter anderem in Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Rechtswissenschaften vor. Auch einige Lehramtsstudiengänge schließen je nach Bundesland mit einem Staatsexamen ab. In manchen Berufen ist ein solcher Abschluss Voraussetzung, um den Beruf ausüben zu dürfen.
    Diplom- und Magisterabschlüsse sind heute seltener als früher. Es gibt aber weiterhin einzelne Studiengänge, die mit einem Diplom oder Magister abschließen. Diese Studiengänge gehören zu den grundständigen Studiengängen, wenn sie zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen.
    An Kunst- und Musikhochschulen können künstlerische Abschlüsse erworben werden. Dort gehören neben schriftlichen und mündlichen Prüfungen auch künstlerisch-gestalterische Prüfungen zu den möglichen Leistungsnachweisen. Je nach Fach kann dabei zum Beispiel die praktische künstlerische Arbeit im Mittelpunkt stehen.
    Eine weitere Abschlussart ist die Promotion . Sie führt zum Doktorgrad und dient dem Nachweis, dass eine Person selbstständig wissenschaftlich arbeiten kann. In der Regel wird eine Promotion nach einem Masterabschluss oder einem vergleichbaren Abschluss begonnen. Zum Promotionsverfahren gehören eine Dissertation und eine mündliche Prüfung oder eine Disputation.
    Welche Abschlussart zu einem Studiengang gehört, hängt vom Fach, von der Hochschule und von den jeweiligen rechtlichen Vorgaben ab.

    Wie unterscheiden sich die verschiedenen Studientypen?

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    • Bachelor und Master: bilden das häufigste Abschlussmodell
    • Bachelor führt zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss, der Master baut meistens darauf auf
    • Staatsexamensstudiengänge: führen in bestimmten Fächern zu einer staatlichen Prüfung
    • Diplom-, Magister-, kirchliche und künstlerische Abschlüsse gibt es auch, aber deutlich seltener
    • Zugang, Studiendauer, Prüfungen und Abschlussleistungen hängen vom jeweiligen Studiengang ab
    Die verschiedenen Studientypen unterscheiden sich vor allem darin, welchen Abschluss sie anstreben, welche Voraussetzungen gelten und wie das Studium aufgebaut ist. Auch die Prüfungen und der weitere Weg nach dem Abschluss können unterschiedlich sein.
    Bachelor und Master bilden heute das häufigste Abschlussmodell. Der Bachelor führt zum ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss. Der Master ist ein weiterführender Abschluss und baut meistens auf einem ersten Hochschulabschluss auf. Im Wintersemester 2025/2026 führten rund 92 Prozent der Studiengänge zu einem Bachelor- oder Masterabschluss.
    Ein Staatsexamensstudium folgt einem anderen Modell. Das Studium endet mit einer staatlichen Prüfung und kommt vor allem in bestimmten Fächern vor. Dazu gehören zum Beispiel Medizin, Pharmazie, Rechtswissenschaften und einige Lehramtsstudiengänge. Die Abschlussprüfung ist hier besonders eng mit den rechtlichen Vorgaben und dem späteren Beruf verbunden.
    Diplom- und Magisterstudiengänge gibt es heute nur noch in wenigen Bereichen.
    Auch kirchliche und künstlerische Abschlüsse gehören zu den weiteren Abschlussarten. An Kunst- und Musikhochschulen können zum Beispiel künstlerisch-gestalterische Prüfungen eine wichtige Rolle spielen.
    Die Studientypen lassen sich deshalb nicht nach einem einzigen Muster vergleichen. Ein Bachelorstudium ist nicht automatisch kürzer oder weniger anspruchsvoll als ein Staatsexamensstudium. Entscheidend sind das Fach, die Hochschule, die Prüfungsordnung und der Beruf, auf den das Studium vorbereitet.

    Hochschultypen

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    Universität

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    • Universitäten: verbinden Forschung und Lehre besonders eng
    • Im Studium werden wissenschaftliche Methoden, Theorien und Forschungsergebnisse vermittelt
    • Universitäten bieten viele verschiedene Fachrichtungen und Disziplinen an
    • Universitäten haben in der Regel das Recht, Doktorgrade zu verleihen
    Universitäten verbinden Forschung und Lehre. Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Methoden spielen deshalb eine wichtige Rolle in der Ausbildung. Studierende sollen nicht nur vorhandenes Wissen lernen, sondern auch verstehen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse entstehen.
    Das Studienangebot an Universitäten ist häufig breit gefächert. Dazu gehören zum Beispiel Medizin, Rechtswissenschaften, Natur- und Geisteswissenschaften, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Mathematik, Informatik und Ingenieurwissenschaften. Auch Lehramtsstudiengänge werden häufig an Universitäten angeboten.
    Universitäten bilden außerdem wissenschaftlichen Nachwuchs aus. Sie haben in der Regel das Promotionsrecht und können Doktorgrade verleihen. Auch die Habilitation, also eine besondere Qualifikation für eine wissenschaftliche Laufbahn, gehört zu den möglichen Aufgaben einer Universität.
    Im Studienalltag kann sich der Forschungsbezug zum Beispiel durch wissenschaftliche Texte, Forschungsmethoden, Forschungsprojekte oder forschendes Lernen zeigen. Studierende können dabei lernen, Forschungsfragen zu entwickeln, Daten auszuwerten und Ergebnisse kritisch einzuordnen.
    Universitäten unterscheiden sich untereinander in ihren Fächern, Schwerpunkten und Studienangeboten. Außerdem sind die Unterschiede zwischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften nicht überall gleich deutlich. Viele Universitäten bieten auch anwendungsbezogene Studiengänge an, während Hochschulen für angewandte Wissenschaften ebenfalls Forschung betreiben.

    Hochschule für angewandte Wissenschaften

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    • Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW): verbinden wissenschaftliches Lernen besonders eng mit beruflicher Praxis
    • Studiengänge sind häufig auf Technik, Wirtschaft, Medien, Soziales und andere berufliche Tätigkeitsfelder ausgerichtet
    • Praktische Studiensemester und Laborübungen können fester Bestandteil des Studiums sein
    • Betreiben auch anwendungsbezogene Forschung und bieten Bachelor- und Masterstudiengänge an
    Hochschulen für angewandte Wissenschaften werden häufig mit HAW abgekürzt. Früher war vor allem die Bezeichnung Fachhochschule üblich. Das Studium an einer HAW verbindet wissenschaftliche Inhalte mit einer stärkeren Orientierung an beruflichen Aufgaben und praktischen Anwendungen.
    Das Fächerspektrum ist je nach Hochschule unterschiedlich. Häufig gibt es Studiengänge in den Bereichen Technik, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Medien und Soziales. Bestimmte Fächer wie Humanmedizin, Pharmazie oder viele geisteswissenschaftliche Studiengänge werden dagegen überwiegend an Universitäten angeboten.
    Praktische Studienanteile können eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel Praxissemester, Projekte, Laborübungen oder Aufgaben aus der Berufspraxis. In einem Praxissemester wenden Studierende ihr Wissen in einem Betrieb oder einer anderen Einrichtung an. Die Hochschule kann diesen Abschnitt durch Lehrveranstaltungen begleiten.
    Auch die Lehrenden bringen häufig Erfahrungen aus der Berufspraxis mit. Dadurch können Lehrveranstaltungen stärker an beruflichen Aufgaben und anwendungsbezogenen Problemen ausgerichtet werden.
    HAW sind nicht nur auf Lehre und Berufsvorbereitung ausgerichtet. Sie betreiben auch anwendungsbezogene Forschung und bieten wie Universitäten Bachelor- und Masterstudiengänge an. Die Unterschiede zwischen Universitäten und HAW sind außerdem nicht in jedem Fach gleich deutlich. Universitäten betonen zunehmend den Anwendungsbezug, während HAW ebenfalls ihre Forschungsaktivitäten ausbauen.

    Kunst- und Musikhochschule

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    • Kunst- und Musikhochschulen: bieten Studiengänge in bildender, darstellender und musikalischer Kunst an
    • Unterricht findet häufig in kleinen Gruppen oder im Einzelunterricht statt
    • Für viele Studiengänge ist neben der Hochschulzugangsberechtigung eine künstlerische Eignungsprüfung erforderlich
    • Je nach Fach können künstlerische, schriftliche, mündliche oder staatliche Prüfungen vorgesehen sein
    Kunst- und Musikhochschulen sind auf künstlerische, musikalische und darstellende Fächer spezialisiert. Dazu gehören zum Beispiel bildende Kunst, Design, Fotografie, Schauspiel, Tanz, Film, Gesang und verschiedene Instrumentalfächer.
    Der Studienalltag unterscheidet sich häufig von anderen Hochschultypen. Der Unterricht findet teilweise in kleinen Gruppen, sogenannten Klassen, oder im Einzelunterricht statt. Dadurch können Lehrende die künstlerische oder musikalische Entwicklung einzelner Studierender direkt begleiten.
    Für die Aufnahme reicht je nach Studiengang nicht immer nur die Hochschulzugangsberechtigung aus. Häufig muss zusätzlich eine künstlerische Eignung nachgewiesen werden. Dafür kann eine Eignungsprüfung verlangt werden.
    Am Ende des Studiums können unterschiedliche Prüfungsformen stehen. In Musik und darstellender Kunst sind zum Beispiel Zwischen- und Abschlussprüfungen möglich. Je nach Hochschule kann der Abschluss als Bachelor, Master, Diplom, künstlerische Reifeprüfung oder staatliche Prüfung erworben werden.
    Kunst- und Musikhochschulen verbinden künstlerische Praxis, pädagogische Ausbildung und wissenschaftliche Inhalte. Welche Schwerpunkte gesetzt werden und wie das Studium organisiert ist, hängt stark von der Hochschule und vom jeweiligen Fach ab.

    Hochschulen eigenen Typs

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    • „Hochschulen eigenen Typs“ ist eine Sammelkategorie für besondere Hochschulen
    • Sie lassen sich nicht eindeutig den Universitäten, HAW oder Kunst- und Musikhochschulen zuordnen
    • Beispiele: Duale Hochschulen, die Berufliche Hochschule Hamburg, die Hochschule Geisenheim sowie einzelne private Gesundheits- und Medizinhochschulen
    • Die Studienbedingungen und der Studienalltag können sich je nach Hochschule deutlich unterscheiden
    „Hochschulen eigenen Typs“ bezeichnet keine einheitliche Hochschulform mit einem gemeinsamen Studienmodell. Der Begriff wird für Hochschulen verwendet, die sich nicht eindeutig den klassischen Hochschultypen Universität, Hochschule für angewandte Wissenschaften oder Kunst- und Musikhochschule zuordnen lassen.
    Zu dieser Kategorie gehören zum Beispiel Duale Hochschulen, die Berufliche Hochschule Hamburg, die Hochschule Geisenheim sowie einzelne private Hochschulen im Bereich Gesundheit und Medizin. Auch die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung gehört zu den genannten Einrichtungen.
    Die Studienmodelle können deshalb sehr unterschiedlich sein. An Dualen Hochschulen werden Studium und Praxis systematisch miteinander verbunden. Andere Hochschulen eigenen Typs haben besondere fachliche Schwerpunkte oder richten ihre Studiengänge auf bestimmte Berufs- und Tätigkeitsfelder aus.
    Für Studieninteressierte bedeutet das, dass sich aus der Bezeichnung allein nur wenig über den Studienalltag ableiten lässt. Entscheidend sind die konkrete Hochschule, der Studiengang, die Studienform und die jeweiligen Prüfungs- und Studienordnungen.

    Wie unterscheiden sich die Hochschultypen im Studienalltag?

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    • Universitäten verbinden Studium und Forschung besonders eng
    • Hochschulen für angewandte Wissenschaften legen häufig einen stärkeren Schwerpunkt auf Praxis und berufliche Anwendungen
    • Kunst- und Musikhochschulen arbeiten oft in kleinen Gruppen oder im Einzelunterricht und richten das Studium auf künstlerische Entwicklung aus
    • Hochschulen eigenen Typs können besondere Studienmodelle und fachliche Schwerpunkte haben
    Die Hochschultypen unterscheiden sich im Studienalltag vor allem durch ihre Schwerpunkte. Diese Unterschiede können sich auf die Lehrveranstaltungen, den Praxisbezug, die Forschung und die Form der Zusammenarbeit auswirken. Sie sind jedoch nicht an jeder Hochschule und in jedem Studiengang gleich ausgeprägt.
    An Universitäten spielt die Verbindung von Forschung und Lehre eine besonders wichtige Rolle. Studierende beschäftigen sich häufiger mit wissenschaftlichen Theorien, Forschungsmethoden und der Entstehung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
    An Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist das Studium häufig stärker auf berufliche Aufgaben und praktische Anwendungen ausgerichtet. Praxissemester, Laborübungen, Projekte und anwendungsbezogene Aufgaben können deshalb einen wichtigen Teil des Studienalltags bilden.
    An Kunst- und Musikhochschulen steht die Entwicklung künstlerischer Fähigkeiten und einer eigenen künstlerischen Persönlichkeit im Mittelpunkt. Der Unterricht findet häufig in kleinen Gruppen oder im Einzelunterricht statt. Praktische künstlerische Arbeit und individuelle Rückmeldungen können dadurch besonders wichtig sein.
    Hochschulen eigenen Typs bieten besondere Studienmodelle oder fachliche Schwerpunkte. Dazu gehören zum Beispiel duale Hochschulen, medizinische Hochschulen oder Hochschulen mit speziellen beruflichen und fachlichen Ausrichtungen. Der Studienalltag lässt sich bei diesem Hochschultyp deshalb nicht allgemein beschreiben.
    Die Unterschiede zwischen den Hochschultypen sind außerdem nicht völlig fest. Universitäten bieten auch anwendungsbezogene Studiengänge an. Hochschulen für angewandte Wissenschaften betreiben Forschung und können forschungsorientierte Studiengänge anbieten. Für die Studienwahl ist deshalb der konkrete Studiengang wichtiger als der Hochschultyp allein.

    Hochschulträger

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    Staatliche Hochschule

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    • „Staatlich“ beschreibt die Trägerschaft einer Hochschule und nicht ihren Hochschultyp
    • Staatliche Hochschulen können Universitäten, HAW, Kunst- und Musikhochschulen oder andere Hochschultypen sein
    • Finanzierung staatlicher Hochschulen erfolgt überwiegend aus öffentlichen Mitteln
    • In der Regel keine Studiengebühren, bei weiterbildenden Angeboten können andere Regelungen gelten
    Eine staatliche Hochschule wird von der öffentlichen Hand getragen. Die Bezeichnung „staatlich“ beschreibt damit die Finanzierung und Trägerschaft, nicht den Aufbau des Studiums.
    Staatliche Hochschulen können verschiedene Hochschultypen umfassen. Dazu gehören zum Beispiel Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie Kunst- und Musikhochschulen. Deshalb lässt sich aus der staatlichen Trägerschaft allein nicht ableiten, wie der Studienalltag aussieht.
    Die Finanzierung staatlicher Hochschulen liegt überwiegend bei der öffentlichen Hand. Eigenmittel spielen im Vergleich dazu eine geringere Rolle. In der Regel werden an staatlichen Hochschulen keine Studiengebühren erhoben. Für weiterbildende Studienangebote können jedoch andere Regelungen gelten.
    Ob ein Studium eher wissenschaftlich, praxisorientiert, künstlerisch oder dual aufgebaut ist, hängt deshalb nicht allein davon ab, ob die Hochschule staatlich ist. Entscheidend sind vor allem der Hochschultyp, der konkrete Studiengang und die jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen.

    Private Hochschule

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    • „Privat“ beschreibt die Trägerschaft einer Hochschule und nicht ihren Hochschultyp
    • Sie müssen staatlich anerkannt sein, wenn sie staatlich anerkannte Hochschulabschlüsse vergeben wollen
    • Private Hochschulen erheben häufig Studiengebühren
    • Sie bieten teilweise flexible, berufsbegleitende oder digitale Studienmodelle an
    • Kleine Lerngruppen oder eine intensive Betreuung sind keine automatischen Merkmale jeder privaten Hochschule
    Eine private Hochschule wird von einem privaten Träger betrieben. Das kann zum Beispiel ein Unternehmen, eine Stiftung oder eine andere private Organisation sein. „Privat“ beschreibt dabei die Trägerschaft und nicht automatisch den Hochschultyp.
    Private Hochschulen können unterschiedliche Studienmodelle anbieten. Es gibt private Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und weitere spezialisierte Einrichtungen. Für staatlich anerkannte Hochschulabschlüsse müssen private Hochschulen staatlich anerkannt sein.
    Ein wichtiger Unterschied zu staatlichen Hochschulen sind häufig die Kosten. Private Hochschulen erheben teilweise erhebliche Studiengebühren. Dafür bieten sie zum Teil Studienmodelle an, die sich durch Fernunterricht, Teilzeit oder berufsbegleitende Organisation mit einer Berufstätigkeit verbinden lassen.
    Private Hochschulen werden häufig mit kleinen Lerngruppen, moderner Ausstattung und enger Betreuung verbunden. Diese Merkmale gelten jedoch nicht automatisch für alle privaten Hochschulen. Auch staatliche Hochschulen können kleine Gruppen, Praxisbezug und enge Kontakte zur Wirtschaft anbieten.
    Welche Hochschule passt, lässt sich deshalb nicht allein anhand der Trägerschaft beurteilen. Wichtig sind der konkrete Studiengang, die Studienform, die Kosten, die Anerkennung des Abschlusses und die tatsächliche Organisation des Studiums.

    Kirchliche Hochschule

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    • Kirchliche Hochschulen werden von kirchlichen Trägern getragen
    • Dazu gehören Universitäten in kirchlicher Trägerschaft und Theologische Hochschulen
    • Neben Theologie werden häufig Studiengänge im sozialen, therapeutischen und pflegerischen Bereich angeboten
    • Theologische Studiengänge können mit einer akademischen und einer kirchlichen Prüfung abschließen
    Eine kirchliche Hochschule wird von einer Kirche oder einer kirchlichen Organisation getragen. Sie kann als Universität, als Theologische Hochschule oder als Hochschule mit einem anderen fachlichen Schwerpunkt organisiert sein.
    An kirchlichen und Theologischen Hochschulen wird Theologie wissenschaftlich studiert. Darüber hinaus gibt es häufig Studiengänge in sozialen, therapeutischen und pflegerischen Bereichen. Das hängt damit zusammen, dass Kirchen auch Träger sozialer Einrichtungen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen sind.
    Der Studienalltag kann je nach Hochschule und Studiengang unterschiedlich aussehen. Theologische Studiengänge beschäftigen sich zum Beispiel mit wissenschaftlicher Theologie und religiösen Fragen. Studiengänge im Sozial- oder Gesundheitsbereich können stärker auf pädagogische, therapeutische oder pflegerische Tätigkeiten ausgerichtet sein.
    Für bestimmte kirchliche Berufe gibt es besondere Abschlusswege. Im theologischen Vollstudium können eine akademische und eine kirchliche Prüfung vorgesehen sein. Diese Studiengänge folgen dann nicht vollständig der üblichen Bachelor-Master-Struktur, sind aber modular aufgebaut und mit Leistungspunkten versehen.
    Welche Inhalte, Abschlüsse und Zugangsvoraussetzungen gelten, hängt von der jeweiligen Hochschule und vom Studiengang ab. Die kirchliche Trägerschaft allein sagt deshalb noch nicht aus, wie das Studium genau organisiert ist.

    Studienformen

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    Präsenzstudium

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    • Präsenzstudium: Lehrveranstaltungen finden hauptsächlich vor Ort an der Hochschule statt
    • Lehrende und Studierende befinden sich dabei normalerweise im gleichen Raum
    • Fragen, Gespräche und der direkte Austausch sind während der Veranstaltungen möglich
    • Auch im Präsenzstudium gehören Selbststudium und eigene Lernzeit zum Studienalltag
    Beim Präsenzstudium finden die Lehrveranstaltungen hauptsächlich an der Hochschule statt. Studierende und Lehrende befinden sich während der Veranstaltung im gleichen Raum. Das unterscheidet das Präsenzstudium von einem reinen Online- oder Fernstudium.
    Zum Präsenzstudium gehören zum Beispiel Vorlesungen, Seminare, Übungen und Praktika auf dem Campus. Je nach Lehrveranstaltung können Studierende Fragen stellen, an Diskussionen teilnehmen oder gemeinsam mit anderen Aufgaben bearbeiten.
    Ein Vorteil der Präsenz ist der direkte Kontakt. Lehrende können Fragen unmittelbar beantworten. Auch der Austausch mit anderen Studierenden findet leichter während oder zwischen den Veranstaltungen statt.
    Präsenzstudium bedeutet aber nicht, dass die gesamte Studienzeit in Lehrveranstaltungen verbracht wird. Auch hier müssen Studierende Inhalte selbstständig nachbereiten, Fachliteratur lesen und sich auf Prüfungen vorbereiten. Selbststudium bleibt deshalb ein wichtiger Teil des Studienalltags.
    Wie viele Veranstaltungen tatsächlich vor Ort stattfinden, hängt vom Studiengang und von der Hochschule ab. Präsenzveranstaltungen können außerdem durch digitale Medien ergänzt werden. Dadurch können auch in einem Präsenzstudium einzelne digitale oder hybride Elemente vorkommen.

    Online-, Hybrid- und Fernstudium

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    • Online-Studium: Lehrveranstaltungen und Lernphasen finden überwiegend digital statt
    • Hybridstudium: Präsenz- und Online-Elemente werden miteinander verbunden
    • Fernstudium: Lernstoff wird meistens selbstständig von zu Hause aus bearbeitet
    • Auch bei Online- und Fernstudiengängen können einzelne Präsenztermine oder Prüfungen vorgesehen sein
    Online-, Hybrid- und Fernstudium haben gemeinsam, dass nicht alle Lernphasen vor Ort an der Hochschule stattfinden. Trotzdem bedeuten die Begriffe nicht genau dasselbe.
    Beim Online-Studium nehmen Studierende vollständig oder überwiegend über digitale Angebote am Studium teil. Lehrveranstaltungen können zum Beispiel über Videokonferenzen stattfinden. Manche Inhalte werden auch zu einem selbst gewählten Zeitpunkt über Videos, Texte oder andere Online-Materialien bearbeitet.
    Beim Hybridstudium werden Präsenz- und Online-Elemente miteinander verbunden. Bei der synchronen hybriden Lehre sind einige Studierende im Raum anwesend, während andere gleichzeitig online teilnehmen. In anderen hybriden Formaten wechseln sich Präsenztermine und digitale Lernphasen ab.
    Im Fernstudium bearbeiten Studierende den Lernstoff überwiegend selbstständig von zu Hause aus. Sie erhalten Lernmaterialien online oder per Post. Ergänzende Präsenzveranstaltungen können zum Beispiel für bestimmte Module, zur Beratung oder für Prüfungen stattfinden.
    Die verschiedenen Studienformen bieten damit unterschiedliche Möglichkeiten, Lernort und Lernzeit zu organisieren. Gleichzeitig muss ein größerer Teil des Lernens selbst geplant werden. Welche digitalen Angebote, Präsenzzeiten und Prüfungsformen vorgesehen sind, hängt vom jeweiligen Studiengang und von der Hochschule ab. Auch der Begriff „hybrid“ wird nicht überall genau gleich verwendet.

    Vollzeit- und Teilzeitstudium

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    • Vollzeitstudium: regulärer Studienumfang pro Semester vorgesehen
    • Teilzeitstudium: meist weniger Inhalte pro Semester, dafür verlängert sich die Studienzeit
    • Teilzeit kann als eigener Studiengang oder als individuelle Regelung in einem Vollzeitstudiengang angeboten werden
    • Teilzeitmodelle können helfen, Studium, Beruf, Familie oder andere Verpflichtungen miteinander zu verbinden
    Bei einem Vollzeitstudium ist ein regulärer Studienumfang pro Semester vorgesehen. Die einzelnen Module, Lehrveranstaltungen und Prüfungen sind so geplant, dass der Abschluss innerhalb der festgelegten Regelstudienzeit möglich ist.
    Ein Teilzeitstudium verteilt den Studienaufwand auf einen längeren Zeitraum. Meist werden pro Semester weniger Inhalte belegt. Dadurch kann mehr Zeit für eine Berufstätigkeit, die Familie oder andere Verpflichtungen bleiben.
    Teilzeit kann unterschiedlich organisiert sein. Es gibt Studiengänge, die offiziell als Teilzeitstudium angeboten werden. Teilweise ist auch eine individuelle Teilzeitregelung innerhalb eines Vollzeitstudiengangs möglich. Manche Studierende studieren außerdem ohne offizielle Regelung langsamer und benötigen dadurch mehr Zeit für den Abschluss.
    Vollzeit bedeutet dabei nicht automatisch, dass neben dem Studium keine Arbeit möglich ist. Teilzeitstudierende wenden im Durchschnitt jedoch mehr Zeit für Erwerbsarbeit auf als Vollzeitstudierende. Wie gut sich beides verbinden lässt, hängt vom Studiengang, vom Stundenplan und von den persönlichen Lebensbedingungen ab.
    Ein Teilzeitstudium ist nicht an jeder Hochschule und nicht in jedem Fach möglich. Außerdem können sich die Regelungen auf die Studienfinanzierung, die Kinderbetreuung oder andere Bereiche auswirken. Deshalb sollten die konkreten Bedingungen vor der Einschreibung geprüft werden.

    Duales Studium

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    • Duales Studium: verbindet Hochschulstudium und betriebliche Praxis
    • Theorie und Praxis sind organisatorisch und inhaltlich miteinander verbunden
    • Ausbildungsintegrierendes Modell: zusätzliche Berufsausbildung
    • Praxisintegrierendes Modell: längere Praxisphasen in einem Unternehmen
    • Ein duales Studium endet meistens mit einem Bachelorabschluss und dauert je nach Modell unterschiedlich lange
    Ein duales Studium verbindet das Lernen an einer Hochschule mit praktischer Arbeit in einem Unternehmen. Die Hochschule und der Praxispartner arbeiten dabei zusammen. Theorie und Praxis sollen nicht nur nebeneinander stattfinden, sondern inhaltlich und organisatorisch miteinander verbunden sein.
    Beim ausbildungsintegrierenden dualen Studium wird parallel zum Studium eine Berufsausbildung absolviert. Am Ende können dadurch ein Hochschulabschluss und ein Berufsabschluss erworben werden.
    Beim praxisintegrierenden dualen Studium gibt es dagegen feste Praxisphasen in einem Unternehmen. Eine zusätzliche Berufsausbildung mit eigenem Abschluss gehört nicht automatisch dazu. Die Praxis ist trotzdem ein fester Bestandteil des Studienablaufs.
    Theorie und Praxis können auf unterschiedliche Weise verteilt werden. Manche Studierende wechseln zum Beispiel regelmäßig zwischen Hochschule und Unternehmen. In anderen Studiengängen liegen die Praxisphasen in längeren Blöcken oder in der vorlesungsfreien Zeit. Die genaue Organisation hängt vom Studienmodell und vom Studiengang ab.
    Für ein duales Studium wird häufig ein Vertrag mit einem Unternehmen oder einem anderen Praxispartner benötigt. Darin können die Studien- und Praxisphasen geregelt sein. Das duale Studium kann an verschiedenen Hochschularten angeboten werden. Es ist nicht auf eine bestimmte Hochschulart beschränkt.
    Ein duales Studium endet meistens mit einem Bachelorabschluss. Je nach Studiengang, Studienort und Modell dauert es etwa drei bis fünf Jahre. Der Studienalltag verbindet dadurch Hochschulprüfungen, Lehrveranstaltungen und betriebliche Aufgaben.

    Berufsbegleitendes Studium

    ▼
    • Berufsbegleitenden Studium: Studium parallel zu einer beruflichen Tätigkeit
    • Lehrveranstaltungen finden häufig abends, am Wochenende oder in längeren Blöcken statt
    • Muss fachlich nicht mit der Berufstätigkeit verbunden sein
    • Beruf und Studium müssen zeitlich miteinander organisiert werden
    • Berufstätigkeit ist nicht in jedem Fall Voraussetzung für diese Studienform, auch: Pflegeaufgaben, familiäre Verpflichtungen oder andere Gründe
    Bei einem berufsbegleitenden Studium wird das Studium parallel zu einer beruflichen Tätigkeit absolviert. Die Arbeit und das Studium können fachlich miteinander verbunden sein, müssen es aber nicht.
    Die Lehrveranstaltungen finden häufig abends, am Wochenende oder in längeren Blöcken statt. Zusätzlich gibt es oft einen größeren Anteil an E-Learning und Selbststudium. Dadurch soll es möglich werden, das Studium mit einer beruflichen Tätigkeit zu verbinden.
    Eine Berufstätigkeit ist jedoch nicht in jedem Fall Voraussetzung. Auch Pflegeaufgaben, familiäre Verpflichtungen oder andere Gründe können dazu führen, dass sich jemand für ein berufsbegleitendes Studienangebot entscheidet.
    Das berufsbegleitende Studium ist nicht automatisch ein duales Studium. Bei einem dualen Studium sind Hochschule und Praxispartner meistens vertraglich und inhaltlich miteinander verbunden. Beim berufsbegleitenden Studium können Beruf und Studium dagegen unabhängig voneinander bestehen.
    Die besondere Herausforderung liegt in der zeitlichen Organisation. Neben der Arbeitszeit müssen Lehrveranstaltungen, Selbststudium, Prüfungen und weitere Studienaufgaben eingeplant werden. Berufsbegleitend Studierende arbeiten im Durchschnitt deutlich mehr als Studierende in einem Vollzeitstudium. Wie gut sich beide Bereiche verbinden lassen, hängt vom Studiengang, vom Arbeitsumfang und von den persönlichen Lebensbedingungen ab.

    Unterschiede in Zeitaufwand, Selbstständigkeit und Alltag

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    • Vollzeitstudium: größter Teil der Woche besteht aus Studium und Selbststudium
    • Teilzeit- und berufsbegleitendes Studium: mehr Raum für Arbeit oder andere Verpflichtungen, verlängern aber häufig die Studiendauer
    • Fern- und Online-Studium: Lernzeiten und Aufgaben müssen stärker selbst organisiert werden
    • Duales Studium: verbindet Anforderungen der Hochschule mit denen eines Praxisbetriebs
    • Unterschiede hängen vom Studiengang, vom Studienmodell und von der persönlichen Lebenssituation ab
    Die Studienform beeinflusst, wie der Alltag organisiert ist. Im Vollzeitstudium nimmt das Studium normalerweise einen großen Teil der Woche ein. Neben den Lehrveranstaltungen gehören auch Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und weitere Studienaufgaben dazu.
    Im Teilzeit- und berufsbegleitenden Studium werden meist weniger Inhalte pro Semester bearbeitet. Dadurch bleibt mehr Zeit für eine Berufstätigkeit, Familie oder andere Verpflichtungen. Gleichzeitig kann sich das Studium über einen längeren Zeitraum erstrecken.
    Im Fern- und Online-Studium fällt ein Teil der festen Termine vor Ort weg. Das kann die Organisation erleichtern, bedeutet aber auch, dass Lernzeiten, Aufgaben und Prüfungsvorbereitung stärker selbst geplant werden müssen. Präsenztermine oder Prüfungen können trotzdem vorgesehen sein.
    Dual Studierende haben zwei Lernorte. Sie müssen die Anforderungen der Hochschule und des Praxisbetriebs miteinander verbinden. Besonders in Modellen mit längeren Theorie- und Praxisphasen kann die zeitliche Belastung hoch sein, weil während der Theoriephasen viele Lehrveranstaltungen und während der Praxisphasen Arbeitszeiten anfallen.
    Die Studienformen unterscheiden sich daher nicht einfach in „mehr“ oder „weniger“ Arbeit. Entscheidend ist auch, wann und wo diese Arbeit stattfindet. Manche Studiengänge haben mehr feste Termine. Andere lassen mehr Raum für Selbststudium, Beruf oder Familie. Der tatsächliche Alltag hängt deshalb vom Studiengang, vom Studienmodell und von den persönlichen Lebensbedingungen ab.

    Lehrveranstaltungen und Lernformen

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    Vorlesungen

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    • Vorlesung: Lehrveranstaltung in Form eines wissenschaftlichen Vortrags
    • Lehrende erklären Inhalte und geben einen Überblick über ein Themengebiet
    • Studierende hören zu, machen sich Notizen und versuchen, die Inhalte nachzuvollziehen
    • Fragen, kurze Aufgaben und digitale Elemente können eine Vorlesung ergänzen
    Eine Vorlesung ist eine Lehrveranstaltung in Form eines Vortrags. Eine Lehrperson stellt wissenschaftliche Inhalte vor, erklärt Zusammenhänge und ordnet wichtige Informationen. Vorlesungen können deshalb auch in größeren Gruppen stattfinden.
    Am Anfang eines Studiums können Vorlesungen einen Überblick über ein Fach oder ein Themengebiet geben. Sie führen in wichtige Grundlagen ein und können zeigen, wie Forschung in diesem Bereich entsteht. Auch offene Fragen oder unterschiedliche wissenschaftliche Meinungen können vorgestellt werden.
    Studierende hören zu, verfolgen die Erklärungen und machen sich häufig Notizen. Sie versuchen, die Inhalte zu verstehen und Zusammenhänge nachzuvollziehen. Fragen sind grundsätzlich möglich. Je nach Vorlesung können auch kurze Aufgaben oder kleine Gesprächsrunden eingebaut werden.
    Eine Vorlesung allein reicht normalerweise nicht aus, um alle Inhalte sicher zu beherrschen. Studierende müssen den Stoff anschließend selbstständig wiederholen und vertiefen. Dafür können zum Beispiel Übungen, Tutorien oder das eigene Selbststudium genutzt werden.
    Vorlesungen können unterschiedlich durchgeführt werden. Neben Veranstaltungen vor Ort sind auch aufgezeichnete, reine Online- oder hybride Vorlesungen möglich. Welche Form angeboten wird, hängt von der Hochschule, dem Studiengang und der einzelnen Veranstaltung ab.

    Seminare

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    • Seminare: Lehrveranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl und aktiver Mitarbeit
    • Im Mittelpunkt stehen Diskussionen, Austausch und die gemeinsame Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten
    • Studierende können Referate halten, Gruppenaufgaben bearbeiten oder eigene Ergebnisse vorstellen
    • Seminare vertiefen meist ein bestimmtes Thema, statt einen möglichst breiten Überblick zu geben
    Ein Seminar ist eine Lehrveranstaltung, in der Studierende aktiv mitarbeiten. Die Teilnehmerzahl ist meistens begrenzt. Dadurch bleibt mehr Raum für Gespräche, Fragen und gemeinsame Aufgaben.
    Im Mittelpunkt steht nicht nur ein Vortrag der Lehrperson. Studierende setzen sich selbst mit wissenschaftlichen Inhalten auseinander. Sie lesen Texte, bearbeiten Aufgaben, diskutieren verschiedene Sichtweisen oder wenden Wissen auf konkrete Beispiele an.
    Je nach Seminar können Studierende auch ein Referat halten, eine Präsentation vorbereiten oder in Gruppen arbeiten. Dabei geht es nicht nur darum, ein Thema vorzustellen. Die Aufgaben sollen auch helfen, wissenschaftlich zu arbeiten, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Gedanken zu entwickeln.
    Seminare beschäftigen sich häufig genauer mit einem begrenzten Thema. Im Vergleich zu einer Vorlesung geht es deshalb weniger um einen großen Überblick. Stattdessen wird ein ausgewählter Bereich ausführlicher besprochen und gemeinsam vertieft.
    Wie ein Seminar abläuft, kann je nach Fach und Lehrperson unterschiedlich sein. Manche Seminare arbeiten stärker mit Diskussionen, andere mit Referaten, Gruppenaufgaben oder praktischen Übungen. Gemeinsam ist ihnen die aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten.

    Übungen und Tutorien

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    • Übungen helfen dabei, Inhalte zu wiederholen, anzuwenden und zu vertiefen
    • Studierende bearbeiten Aufgaben allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen
    • Tutorien begleiten häufig Vorlesungen und bieten Zeit für Fragen und zusätzliche Erklärungen
    • Tutor*innen sind häufig Studierende aus höheren Fachsemestern
    Übungen helfen dabei, Inhalte aus einer Vorlesung oder einem Seminar praktisch anzuwenden. Studierende bearbeiten Aufgaben, wiederholen wichtige Schritte und probieren verschiedene Lösungswege aus.
    Dabei geht es nicht nur darum, möglichst schnell die richtige Lösung zu finden. Studierende sollen auch Fehler erkennen, etwas erneut versuchen und die Inhalte dadurch besser verstehen. Übungen können allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen stattfinden. Rückmeldungen durch Lehrende helfen dabei, die eigene Vorgehensweise zu verbessern.
    Ein Tutorium ist häufig eine begleitende Veranstaltung zu einer Vorlesung. Dort ist meist mehr Zeit, um Fragen zu klären, Aufgaben zu bearbeiten und schwierige Inhalte noch einmal zu erklären.
    Tutorien finden normalerweise in kleineren Gruppen statt. Geleitet werden sie häufig von Studierenden aus höheren Fachsemestern, die die betreffende Lehrveranstaltung bereits erfolgreich abgeschlossen haben oder dafür geschult wurden.
    Die Begriffe Übung und Tutorium werden nicht in allen Fächern genau gleich verwendet. Welche Aufgaben dort bearbeitet werden und wer die Veranstaltung leitet, hängt vom Studiengang und von der Hochschule ab. Gemeinsam ist beiden Formaten, dass Studierende den Stoff aktiv anwenden und bei Fragen Unterstützung erhalten.

    Pflichtpraktika und praktische Studienanteile

    ▼
    • In manchen Studiengängen sind Praktika vor oder während des Studiums vorgeschrieben
    • Praxissemester: längerer praktischer Studienabschnitt, der in den Studiengang eingebunden ist
    • Praktische Studienanteile: sollen helfen, theoretisches Wissen in der Berufspraxis anzuwenden
    • Genaue Regeln zu Dauer, Zeitpunkt und Anforderungen stehen in der Studien- oder Prüfungsordnung oder im Modulhandbuch
    In manchen Studiengängen gehören praktische Erfahrungen fest zum Studium. Dann müssen Studierende ein Pflichtpraktikum oder ein Praxissemester absolvieren. Das Praktikum kann vor dem Studium, während der Vorlesungszeit oder in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden.
    Ein Praxissemester ist ein längerer praktischer Studienabschnitt. Studierende arbeiten dabei in einem Betrieb oder in einer anderen Einrichtung. Die Hochschule kann diesen Abschnitt durch Lehrveranstaltungen oder andere Unterstützungsangebote begleiten.
    Praktische Studienanteile sollen die Verbindung zwischen Theorie und Berufspraxis stärken. Studierende können bereits erworbene Kenntnisse anwenden, ein Berufsfeld kennenlernen und Erfahrungen im Arbeitsalltag sammeln . An Hochschulen für angewandte Wissenschaften können ein oder zwei Praxissemester Teil des Studiengangs sein.
    Ein Pflichtpraktikum ist nicht dasselbe wie ein freiwilliges Praktikum. Das Pflichtpraktikum ist im Studiengang vorgesehen und muss nach den geltenden Regeln absolviert werden. Ein freiwilliges Praktikum kann zusätzlich gemacht werden, um ein Berufsfeld kennenzulernen oder praktische Erfahrungen zu sammeln.
    Welche Aufgaben, Nachweise und Zeiträume gelten, hängt vom Studiengang ab. Die Vorgaben können zum Beispiel in der Studienordnung, der Prüfungsordnung oder im Modulhandbuch stehen. Dort ist auch festgelegt, ob das Praktikum vor dem Studium, während eines Praxissemesters oder in einem anderen Abschnitt absolviert werden muss.

    Labore

    ▼
    • Labore ermöglichen es, fachliche Inhalte praktisch und empirisch zu untersuchen
    • Studierende führen Versuche oder Messungen durch und werten die Ergebnisse aus
    • Laborarbeit kann in einem Hochschullabor, als Remote-Labor oder mit digitalen Simulationen stattfinden
    • Zu Laborleistungen können Versuchsprotokolle, Berechnungen und Gespräche über die Ergebnisse gehören
    Labore sind praktische Lehrveranstaltungen, die vor allem in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen eine wichtige Rolle spielen. Studierende können dort fachliche Konzepte nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern selbst ausprobieren und untersuchen.
    In einem Labor führen Studierende Versuche oder Messungen durch. Sie beobachten, was passiert, halten ihre Ergebnisse fest und werten diese aus. Dadurch lernen sie, wie wissenschaftliche oder technische Untersuchungen geplant und durchgeführt werden.
    Zu einer Laborleistung kann ein Versuchsprotokoll gehören. Darin werden zum Beispiel der Ablauf, die theoretischen Grundlagen, Berechnungen und die Ergebnisse beschrieben. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und im Hinblick auf die ursprüngliche Fragestellung erklärt.
    Labore müssen nicht immer vollständig vor Ort stattfinden. In einem Remote-Labor können Studierende über das Internet auf einen Versuchsaufbau zugreifen. Messgeräte oder Kameras übermitteln die Ergebnisse. Auch digitale Simulationen oder virtuelle Labore können eingesetzt werden.
    Welche Art von Laborarbeit vorgesehen ist, hängt vom Studienfach und vom jeweiligen Studiengang ab. Nicht jedes Fach arbeitet mit Laboren. Wenn Laborleistungen dazugehören, werden die Anforderungen normalerweise im Modulhandbuch oder in der Studienordnung beschrieben.

    Projekte und Gruppenarbeiten

    ▼
    • In Projekten bearbeiten Studierende meist gemeinsam eine praktische Aufgabe oder Forschungsfrage
    • Dazu gehören Planung, Recherche, Umsetzung und die Präsentation eines Ergebnisses
    • Gruppenarbeiten fördern den Austausch und die gemeinsame Lösung von Problemen
    • Lehrende geben den Rahmen vor, begleiten den Prozess und geben Feedback
    Bei einer Projektveranstaltung bearbeiten Studierende eine konkrete Aufgabe, ein Problem oder eine Forschungsfrage. Projekte finden häufig in Gruppen statt. Die Studierenden arbeiten dabei möglichst selbstständig und übernehmen gemeinsam Verantwortung für das Ergebnis.
    Eine Projektarbeit besteht meistens aus mehreren Schritten. Zuerst wird das Ziel festgelegt. Danach folgen die Planung, die Recherche und die praktische Umsetzung. Am Ende werden die Ergebnisse zum Beispiel in einer Präsentation, einem Bericht oder einem anderen Produkt vorgestellt.
    In Gruppenarbeiten müssen die Beteiligten ihre Aufgaben aufteilen und sich miteinander abstimmen. Sie lernen dadurch, verschiedene Ideen und Perspektiven zusammenzubringen. Gleichzeitig müssen sie gemeinsam Entscheidungen treffen und Probleme lösen.
    Lehrende geben den Rahmen für das Projekt vor. Sie können Materialien bereitstellen, Fragen beantworten, die Arbeit begleiten und Feedback geben. Die konkrete Unterstützung hängt davon ab, wie offen das Projekt gestaltet ist und wie viel Erfahrung die Studierenden bereits haben.
    Projekte können einen praktischen oder einen wissenschaftlichen Schwerpunkt haben. Manche Gruppen entwickeln eine Lösung für eine berufliche Aufgabe. Andere erheben Daten, führen Untersuchungen durch oder bearbeiten eine Forschungsfrage. Wie ein Projekt genau abläuft, hängt deshalb vom Studienfach, vom Thema und von der jeweiligen Lehrveranstaltung ab.

    Hausarbeiten und Seminararbeiten

    ▼
    • Hausarbeit: schriftliche wissenschaftliche Ausarbeitung zu einer fachlichen Fragestellung
    • Seminararbeiten entstehen häufig im Zusammenhang mit einem Seminar
    • Für eine Hausarbeit werden Informationen recherchiert, geordnet und mit Quellen belegt
    • Hausarbeiten können als Studien- oder Prüfungsleistung bewertet werden
    Eine Hausarbeit ist eine schriftliche wissenschaftliche Arbeit. Darin bearbeiten Studierende eine fachliche oder wissenschaftlich anwendungsbezogene Fragestellung selbstständig. Die Fragestellung wird mit den Methoden des jeweiligen Fachs untersucht.
    Seminararbeiten sind häufig Hausarbeiten, die im Zusammenhang mit einem Seminar entstehen. Das Thema passt dann zum Inhalt der Veranstaltung. Studierende können zum Beispiel einen bestimmten Text, eine Theorie, ein Forschungsergebnis oder eine praktische Fragestellung genauer untersuchen.
    Für eine Hausarbeit müssen Informationen und Fachliteratur recherchiert werden. Die Inhalte werden geordnet, miteinander verglichen und zu einer eigenen Argumentation verbunden. Wichtig ist, verwendete Quellen korrekt anzugeben. Eine Hausarbeit enthält normalerweise unter anderem ein Deckblatt, ein Inhaltsverzeichnis, ein Literaturverzeichnis und Quellenangaben.
    Hausarbeiten können als Studienleistung oder als Prüfungsleistung verlangt werden. Je nach Studiengang und Aufgabe können sie benotet werden. Auch der Umfang, die Abgabefrist und die genauen Anforderungen unterscheiden sich.
    Eine Hausarbeit ist deshalb mehr als eine längere Zusammenfassung. Studierende sollen zeigen, dass sie eine fachliche Frage verstehen, selbstständig bearbeiten und wissenschaftlich darstellen können. Die konkreten Vorgaben werden normalerweise von den Lehrenden oder in der Modulbeschreibung erklärt.

    Selbststudium und Vor- und Nachbearbeitung

    ▼
    • Selbststudium: fester Bestandteil jedes Studiums
    • Vorbereitung: Lesen von Texten und Bearbeiten von Aufgaben
    • Nachbereitung: Inhalte wiederholen, ordnen und vertiefen
    • Auch Prüfungsvorbereitung und Studienarbeiten gehören zum Selbststudium
    Selbststudium bedeutet, dass Studierende außerhalb der Lehrveranstaltungen eigenständig an ihren Studieninhalten arbeiten. Dazu gehören zum Beispiel das Lesen von Fachliteratur, das Bearbeiten von Aufgaben und die Beschäftigung mit weiteren Materialien.
    Die Vorbereitung findet vor einer Lehrveranstaltung statt. Studierende lesen Texte, bearbeiten Aufgaben oder informieren sich über ein Thema. Dadurch können sie den Erklärungen besser folgen und gezielter Fragen stellen.
    Bei der Nachbereitung werden die Inhalte noch einmal aufgegriffen. Notizen können geordnet, wichtige Begriffe erklärt und offene Fragen geklärt werden. Auch Übungen, zusätzliche Literatur und die Anwendung des Gelernten gehören dazu.
    Selbststudium umfasst außerdem die Vorbereitung auf Prüfungen sowie das Schreiben von Studien- und Abschlussarbeiten. Diese Aufgaben werden bei der Planung des Studienaufwands mitgerechnet.
    Wie viel Zeit dafür benötigt wird, hängt vom Studienfach, von der Lehrveranstaltung und von der eigenen Arbeitsweise ab. Selbststudium ist deshalb keine freie Zeit neben dem Studium, sondern ein wichtiger Teil des Studiums.

    Wissenschaftliches Arbeiten

    ▼
    • Wissenschaftliches Arbeiten umfasst Lesen, Recherchieren, Analysieren, Schreiben und den Umgang mit Quellen
    • Studierende entwickeln eigene Fragestellungen und bearbeiten sie mit passenden Methoden
    • Aussagen aus anderen Texten müssen nachvollziehbar belegt werden
    • Wissenschaftliches Arbeiten wird bereits in Seminaren und Studienleistungen geübt
    Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet, sich systematisch mit einer fachlichen Frage auseinanderzusetzen. Dazu gehören das Lesen wissenschaftlicher Texte, die Recherche nach geeigneten Quellen und die Auswahl passender Methoden.
    Am Anfang steht häufig eine Fragestellung. Studierende überlegen, was genau untersucht oder erklärt werden soll. Danach sammeln sie Informationen, vergleichen verschiedene Positionen und entwickeln eine eigene begründete Antwort.
    Auch das wissenschaftliche Schreiben gehört dazu. Gedanken und Ergebnisse müssen klar geordnet und verständlich dargestellt werden. Wenn Aussagen oder Textstellen aus anderen Arbeiten übernommen werden, müssen die verwendeten Quellen angegeben werden. So bleibt nachvollziehbar, welche Gedanken von anderen Personen stammen und welche Überlegungen selbst entwickelt wurden.
    Wissenschaftliches Arbeiten wird nicht erst bei der Bachelor- oder Masterarbeit wichtig. Es kann bereits in Seminaren, Referaten, Hausarbeiten, Projekten und kleineren Forschungsaufgaben geübt werden. Studierende lernen dabei, Forschungsergebnisse kritisch zu lesen, Fragen zu entwickeln und eigene Ergebnisse darzustellen.
    Welche Methoden und Regeln gelten, hängt vom Studienfach ab. Eine Hausarbeit in den Sozialwissenschaften kann zum Beispiel andere Methoden verwenden als eine Laborarbeit in den Naturwissenschaften. Gemeinsam ist den verschiedenen Fächern, dass Fragestellungen nachvollziehbar bearbeitet und Quellen sowie Methoden transparent dargestellt werden.

    Prüfungen und Bewertung

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    Klausuren

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    • Klausur: schriftliche Prüfung unter Aufsicht
    • begrenzte Bearbeitungszeit
    • Prüfen Wissen, Verständnis und die Anwendung von Methoden auf Aufgaben
    • Können auf Papier oder digital durchgeführt werden
    Eine Klausur ist eine schriftliche Prüfung unter Aufsicht. Studierende bearbeiten dabei innerhalb einer festgelegten Zeit verschiedene Aufgaben. Je nach Prüfung dürfen nur bestimmte Hilfsmittel verwendet werden.
    Mit einer Klausur wird nicht nur abgefragt, ob Inhalte auswendig gelernt wurden. Die Aufgaben können auch prüfen, ob Studierende Wissen anwenden, Zusammenhänge erklären oder Probleme lösen können. Häufig beziehen sich die Fragen auf die Inhalte einer gesamten Lehrveranstaltung oder eines Moduls.
    Klausuren können unterschiedlich aufgebaut sein. Möglich sind zum Beispiel offene Fragen, Rechenaufgaben, Fallbeispiele oder Multiple-Choice-Aufgaben. Die konkreten Anforderungen hängen vom Studiengang, vom Modul und von der Prüfungsordnung ab.
    Eine Klausur kann auf Papier oder digital geschrieben werden. Auch bei digitalen Klausuren gelten Vorgaben zu Bearbeitungszeit, Aufsicht und erlaubten Hilfsmitteln. Für die Vorbereitung ist es deshalb wichtig, die Inhalte regelmäßig zu wiederholen und sich über die Anforderungen der jeweiligen Prüfung zu informieren.

    Tests und Testate

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    • Tests: überprüfen meist einzelne Inhalte oder den Lernstand während des Studiums
    • Solche Überprüfungen können dem Lernen dienen und müssen nicht immer benotet werden
    • Tests und kurze Aufgaben können auch digital durchgeführt werden
    • Die genaue Bedeutung eines Testats und seine Folgen hängen von der jeweiligen Hochschule und dem Studiengang ab
    Tests sind meist kürzere Überprüfungen von Wissen und Verständnis. Sie können während einer Lehrveranstaltung, innerhalb eines Moduls oder zur Vorbereitung auf eine größere Prüfung eingesetzt werden.
    Tests können verschiedene Aufgaben enthalten. Dazu gehören zum Beispiel kurze Fragen, Rechenaufgaben, Quizze oder kleine Anwendungsaufgaben. Damit kann geprüft werden, ob wichtige Inhalte verstanden wurden und an welchen Stellen noch Fragen offen sind.
    Nicht jeder Test ist automatisch eine benotete Prüfungsleistung. In der Hochschuldidaktik wird zwischen Überprüfungen während des Lernprozesses und Prüfungen am Ende eines Lernprozesses unterschieden. Überprüfungen während des Lernens können vor allem Rückmeldung geben und den weiteren Lernprozess unterstützen.
    Der Begriff „Testat“ wird an Hochschulen nicht überall genau gleich verwendet. Er kann sich auf einen bestimmten Leistungsnachweis oder auf eine erfolgreiche Teilnahme an einer Veranstaltung beziehen. Es ist entscheidend, welche Bedeutung das Testat in der jeweiligen Studien- oder Prüfungsordnung hat.
    Vor einer Prüfung oder einem Test sollten Studierende deshalb prüfen, ob die Leistung benotet wird, ob sie wiederholt werden kann und ob sie Voraussetzung für ein weiteres Modul oder eine andere Prüfung ist. Diese Angaben stehen normalerweise in der Modulbeschreibung oder in der Prüfungsordnung.

    Präsentationen und Referate

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    • Referate und Präsentationen: mündliche Studien- oder Prüfungsleistungen
    • Dabei werden wissenschaftliche Themen oder Ergebnisse verständlich für ein Publikum dargestellt
    • Je nach Aufgabe kann eine Präsentation durch ein Handout, Thesenpapier oder eine schriftliche Ausarbeitung ergänzt werden
    • Auch Fragen und Diskussionen nach dem Vortrag können Teil der Leistung sein
    Bei einem Referat oder einer Präsentation stellen Studierende ein wissenschaftliches Thema, eine Fragestellung oder eigene Ergebnisse vor. Die Inhalte sollen geordnet, verständlich und innerhalb einer vorgegebenen Zeit präsentiert werden.
    Eine Präsentation kann zum Beispiel mit Folien, einem Poster, einem Video oder anderen Medien unterstützt werden. Wichtig ist, dass die Medien den Vortrag ergänzen und die wichtigsten Inhalte verständlich darstellen.
    Je nach Aufgabe kann der mündliche Vortrag durch ein Handout, ein Thesenpapier oder eine schriftliche Ausarbeitung ergänzt werden. Die schriftliche Ergänzung kann die Aussagen des Vortrags fachlich einordnen, begründen und mit Quellen belegen.
    Bei einer Präsentation wird nicht nur der Inhalt bewertet. Es kann auch darauf ankommen, ob das Thema klar erklärt wird und ob Studierende auf Fragen, Anregungen oder Diskussionspunkte aus dem Publikum sachkundig reagieren können.
    Referate und Präsentationen können im Seminar, in einer anderen Lehrveranstaltung oder als Prüfungsleistung stattfinden. Sie können vor Ort oder in digitaler Form durchgeführt werden. Die genauen Anforderungen hängen vom Studiengang, vom Modul und von der jeweiligen Prüfungsform ab.

    Mündliche Prüfungen

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    • Mündliche Prüfung: zeitlich begrenztes Prüfungsgespräch
    • Dabei beantworten Studierende Fragen zu bestimmten Themen
    • Geprüft werden auch das Verständnis von Zusammenhängen und die Anwendung von Wissen
    • Können als Einzel- oder Gruppenprüfung stattfinden
    Bei einer mündlichen Prüfung sprechen Studierende mit einer oder mehreren prüfenden Personen über ein bestimmtes Fachgebiet. Das Gespräch ist zeitlich begrenzt und folgt den Themen und Lernzielen der jeweiligen Lehrveranstaltung oder des Moduls.
    Die Fragen können sich auf wichtige Inhalte, Begriffe und Methoden beziehen. Studierende sollen außerdem zeigen, dass sie Zusammenhänge verstehen und besondere Fragen in das größere Themengebiet einordnen können.
    Eine mündliche Prüfung kann als Einzelprüfung oder als Gruppenprüfung stattfinden. Je nach Prüfungsordnung kann vor dem Gespräch auch eine Aufgabe oder ein Thema ausgegeben werden, auf das sich die Studierenden vorbereiten.
    Mündliche Prüfungen können auch digital durchgeführt werden. Bei einer synchronen Online-Prüfung findet das Prüfungsgespräch live über ein Videokonferenzsystem statt. Dabei können neben Fachwissen auch mündliche Kommunikations- und Interaktionsfähigkeiten sichtbar werden.
    Für die Vorbereitung ist es wichtig, die Inhalte nicht nur auswendig zu lernen. Studierende sollten Zusammenhänge erklären und auf Fragen eingehen können. Welche Themen, Anforderungen und Bewertungsregeln gelten, steht in der jeweiligen Prüfungsordnung oder Modulbeschreibung.

    Praktische Prüfungen

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    • Bei praktischen Prüfungen müssen Studierende Wissen, Methoden oder Fertigkeiten anwenden
    • Mögliche Formen sind zum Beispiel Laborleistungen, Sportpraxisprüfungen, Sprachpraxisprüfungen oder Prüfungsparcours
    • Können aus mehreren Teilen bestehen und durch Fragen, Protokolle oder Gespräche ergänzt werden
    • Konkrete Anforderungen hängen vom Studienfach und von der Prüfungsordnung ab
    Bei einer praktischen Prüfung geht es darum, Wissen und Fähigkeiten in einer konkreten Situation anzuwenden. Studierende sollen zum Beispiel eine Aufgabe lösen, einen Versuch durchführen, eine Bewegung zeigen oder mit bestimmten Materialien und Methoden arbeiten.
    Praktische Prüfungen gibt es vor allem in Studienfächern, in denen das praktische Handeln ein wichtiger Teil der Ausbildung ist. Dazu gehören zum Beispiel Sportpraxisprüfungen, Sprachpraxisprüfungen und Laborleistungen.
    Eine praktische Prüfung kann aus mehreren Teilen bestehen. Denkbar ist zum Beispiel ein Prüfungsparcours mit verschiedenen Aufgaben. Bei einer Laborprüfung können die Durchführung eines Versuchs, die Dokumentation und die Auswertung der Ergebnisse zusammengehören.
    Auch ein Gespräch oder eine kurze Präsentation kann Teil einer praktischen Prüfung sein. Dabei können Studierende erklären, warum sie auf eine bestimmte Weise vorgegangen sind und wie sie ihre Ergebnisse einschätzen.
    Welche praktischen Prüfungen vorgesehen sind, hängt vom Studienfach und vom jeweiligen Modul ab. Die Prüfungsordnung oder Modulbeschreibung legt fest, welche Aufgaben, Prüfungsteile und Bewertungskriterien gelten.

    Abschlussprüfungen

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    • Abschlussprüfungen: markieren das Ende eines Studiengangs
    • Bei Bachelor- und Masterstudiengängen gehört häufig eine Abschlussarbeit dazu
    • Je nach Abschlussart können zusätzlich mündliche, schriftliche, praktische oder künstlerische Prüfungen vorgesehen sein
    • Genaue Anforderungen stehen in der jeweiligen Prüfungsordnung
    Eine Abschlussprüfung steht am Ende eines Studiengangs. Sie besteht je nach Abschlussart aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen. Dazu können zum Beispiel eine Abschlussarbeit, eine mündliche Prüfung, eine praktische Prüfung oder eine staatliche Prüfung gehören.
    Bei Bachelor- und Masterstudiengängen ist häufig eine Bachelor- oder Masterarbeit vorgesehen. Darin bearbeiten Studierende eine wissenschaftliche Fragestellung selbstständig und innerhalb einer festgelegten Frist. Die Arbeit kann durch ein Prüfungsgespräch oder eine weitere Prüfungsleistung ergänzt werden.
    Bei einem Staatsexamen gelten andere Regelungen. Die Prüfung wird in bestimmten Fächern von Prüfungsausschüssen abgenommen, an denen neben Hochschullehrenden auch Vertreter*innen staatlicher Prüfungsämter beteiligt sein können.
    Auch in künstlerischen, praktischen oder beruflich ausgerichteten Studiengängen können andere Abschlussleistungen im Mittelpunkt stehen. Möglich sind zum Beispiel künstlerische Prüfungen, praktische Aufgaben oder eine Kombination aus schriftlichen und mündlichen Prüfungen.
    Welche Prüfungsleistungen tatsächlich verlangt werden, hängt vom Studiengang und von der Abschlussart ab. Die Prüfungsordnung legt unter anderem die Prüfungsfächer, die Voraussetzungen, das Verfahren und die Anforderungen an die Abschlussarbeit fest.

    Notensystem und Leistungspunkte

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    • Noten bewerten die Qualität einer erbrachten Leistung
    • Leistungspunkte zeigen vor allem, wie viel Arbeitsaufwand für ein Modul vorgesehen ist
    • In einem Vollzeitstudium werden normalerweise 30 ECTS-Punkte pro Semester eingeplant
    • Noten und Leistungspunkte werden getrennt voneinander ausgewiesen
    Noten und Leistungspunkte haben im Studium unterschiedliche Aufgaben. Eine Note zeigt, wie eine Prüfungsleistung bewertet wurde. Leistungspunkte zeigen dagegen, wie viel Arbeitsaufwand für ein Modul oder eine Studienleistung vorgesehen ist.
    Leistungspunkte werden auch als ECTS-Punkte oder Credit Points bezeichnet. ECTS steht für „European Credit Transfer System“. Die Punkte sollen Studienleistungen an verschiedenen Hochschulen vergleichbar und anrechenbar machen.
    Zu den Leistungspunkten zählen nicht nur die Zeit in Lehrveranstaltungen. Auch Vor- und Nachbereitung, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung, Prüfungen und gegebenenfalls Praktika werden berücksichtigt. Ein Leistungspunkt entspricht ungefähr 25 bis 30 Arbeitsstunden. In einem Vollzeitstudium werden normalerweise 30 ECTS-Punkte pro Semester eingeplant. Ein Bachelorstudium mit sechs Semestern umfasst dadurch häufig 180 ECTS-Punkte.
    Die deutsche Notenskala reicht grundsätzlich von 1 bis 5. Noten und Leistungspunkte werden getrennt ausgewiesen. Eine gute Note bedeutet deshalb nicht automatisch, dass mehr Leistungspunkte vergeben werden. Die Zahl der Leistungspunkte richtet sich vor allem nach dem vorgesehenen Arbeitsaufwand des Moduls.
    Welche Prüfungen benotet werden und wie die einzelnen Leistungen in die Abschlussnote einfließen, steht in der Prüfungsordnung und in den Modulbeschreibungen.

    Fehlversuche und Wiederholungsprüfungen

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    • Nicht bestandene Prüfungen können häufig wiederholt werden
    • Wie oft eine Prüfung wiederholt werden darf, hängt vom Studiengang und von der Prüfungsordnung ab
    • Ein einzelner Fehlversuch beendet das Studium normalerweise nicht automatisch
    • Eine endgültig nicht bestandene Prüfung kann jedoch dazu führen, dass das Studium in diesem Studiengang nicht fortgesetzt werden darf
    Wenn eine Prüfung nicht bestanden wird, spricht man von einem Fehlversuch. In vielen Studiengängen besteht die Möglichkeit, die Prüfung zu einem späteren Termin zu wiederholen. Die Zahl der möglichen Wiederholungen ist jedoch nicht überall gleich geregelt.
    Ein einzelner Fehlversuch bedeutet deshalb normalerweise nicht, dass das Studium sofort beendet ist. Studierende erhalten häufig die Möglichkeit, sich erneut vorzubereiten und die Prüfung noch einmal abzulegen. Wann der nächste Versuch möglich ist, hängt vom Prüfungsplan und von den Regelungen des Studiengangs ab.
    Anders ist es, wenn eine Prüfung endgültig nicht bestanden wird. Dann kann die Zulassung zu einem bestimmten Studiengang erlöschen. Endgültig nicht bestandene Prüfungen spielen bei einem Teil der Studienabbrüche eine Rolle. So haben 18 Prozent der Studienabbrecher*innen an Fachhochschulen, 10 Prozent im universitären Bachelorstudium und 12 Prozent in Staatsexamensstudiengängen die Hochschule wegen endgültig nicht bestandener Prüfungen verlassen.
    Auch ein Rücktritt von einer Prüfung kann unter bestimmten Bedingungen möglich sein. Bei einer plötzlich auftretenden Prüfungsunfähigkeit, zum Beispiel wegen einer akuten Erkrankung, gelten besondere Regelungen. Ein Rücktritt muss normalerweise vor Beginn der Prüfung oder nach den jeweils geltenden Vorgaben erklärt werden, sodass kein Fehlversuch anfällt.
    Welche Fristen, Wiederholungsmöglichkeiten und Folgen gelten, steht in der Prüfungsordnung. Bei Unsicherheiten können das Prüfungsamt, die Fachstudienberatung oder die zuständige Prüfungsberatung weiterhelfen.

    Mündliche Mitarbeit und ihre Bedeutung

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    • Mündliche Mitarbeit kann aus Fragen, Beiträgen, Diskussionen oder kurzen Aufgaben bestehen
    • Besonders wichtig in Seminaren und interaktiven Lehrveranstaltungen
    • Ob mündliche Mitarbeit bewertet wird, hängt von der Lehrveranstaltung und den jeweiligen Prüfungsregeln ab
    Mündliche Mitarbeit bedeutet, dass sich Studierende aktiv an einer Lehrveranstaltung beteiligen. Dazu gehören zum Beispiel Fragen, Diskussionsbeiträge, kurze Aufgaben, Präsentationen oder die Mitarbeit in einer Gruppe.
    In Seminaren spielt die mündliche Mitarbeit häufig eine wichtige Rolle. Studierende sollen sich am wissenschaftlichen Gespräch beteiligen, eigene Gedanken einbringen und gemeinsam mit anderen über Inhalte oder Fragen diskutieren.
    In einer Vorlesung sieht die Beteiligung oft anders aus. Dort hören Studierende meistens zu, verfolgen die Erklärungen und machen sich Notizen. Fragen oder kurze Aufgaben können aber auch in Vorlesungen Teil der aktiven Beteiligung sein.
    Anwesenheit allein ist nicht dasselbe wie mündliche Mitarbeit. Entscheidend ist, ob Studierende aufmerksam mitdenken, Fragen stellen oder sich an Aufgaben und Gesprächen beteiligen. Ob diese Mitarbeit benotet wird oder für eine Studienleistung zählt, hängt von der jeweiligen Lehrveranstaltung und den geltenden Prüfungsregeln ab.

    Kompetenzen und persönliche Anforderungen

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    Wie viel Eigenverantwortung und Selbstständigkeit brauche ich?

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    • Lernzeiten, Aufgaben und Prüfungsvorbereitung müssen stärker selbst organisiert werden
    • Eigenverantwortung bedeutet auch, Schwierigkeiten zu erkennen und rechtzeitig Unterstützung zu suchen
    • Selbstständigkeit, Zeitmanagement und Lernstrategien können weiterentwickelt werden
    • Welche Anforderungen entstehen, hängt vom Studiengang, von der Studienform und von der Hochschule ab
    Ein Studium verlangt ein gewisses Maß an Eigenverantwortung. Studierende müssen zum Beispiel Lernzeiten einteilen, Aufgaben und Fristen im Blick behalten und sich auf Prüfungen vorbereiten. Auch die Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen gehört dazu.
    Eigenverantwortung bedeutet aber nicht, dass alle Aufgaben allein bewältigt werden müssen. Dazu gehört auch, eigene Schwierigkeiten zu erkennen und passende Hilfe zu suchen. Studierende können sich zum Beispiel an Lehrende, Beratungsstellen oder andere Studierende wenden.
    Dabei sollte zwischen Anforderungen des Studiums und persönlichen Eigenschaften unterschieden werden. Das Studium kann selbstständiges Lernen verlangen. Daraus folgt aber nicht, dass eine bestimmte Persönlichkeit oder ein festes Maß an Selbstsicherheit von Anfang an vorhanden sein muss.
    Selbstständiges Lernen, Zeitmanagement und die Organisation des eigenen Studiums sind Fähigkeiten, die sich entwickeln können. Dazu gehören zum Beispiel die Fähigkeit, Lernziele zu setzen, den eigenen Fortschritt zu überprüfen und das eigene Vorgehen bei Bedarf zu verändern.
    Hochschulen können diesen Lernprozess unterstützen. Einführungskurse, Workshops und betreute Lerngruppen können dabei helfen, fachliche Lücken zu schließen und passende Lernstrategien zu entwickeln.
    Wie viel Eigenverantwortung im Alltag nötig ist, hängt vom Studiengang, von der Studienform und von der Hochschule ab. Ein stark strukturierter Studiengang kann andere Anforderungen stellen als ein Studiengang mit vielen Wahlmöglichkeiten und großen Anteilen an Selbststudium.

    Wie wichtig sind Anwesenheit und aktive Teilnahme?

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    • Anwesenheit ist nicht in jeder Lehrveranstaltung gleich geregelt
    • In bestimmten Veranstaltungen kann die Anwesenheit Voraussetzung für die Teilnahme an einer Prüfung sein
    • Aktive Teilnahme ist besonders in Seminaren, Übungen und anderen interaktiven Formaten wichtig
    • Ob Anwesenheit verpflichtend ist, hängt vom Studiengang, von der Lehrveranstaltung und den jeweiligen Regelungen ab
    Anwesenheit und aktive Teilnahme haben im Studium nicht überall dieselbe Bedeutung. In einer Vorlesung können Studierende vor allem zuhören, sich Notizen machen und die Inhalte anschließend selbstständig bearbeiten. In einem Seminar oder einer Übung ist die Mitarbeit dagegen oft ein wichtiger Teil der Veranstaltung.
    Aktive Teilnahme kann unterschiedlich aussehen. Dazu gehören zum Beispiel Fragen, Diskussionen, Gruppenarbeiten, kurze Aufgaben oder die Vorstellung eigener Ergebnisse. Besonders in Seminaren und Übungen lernen Studierende durch den Austausch und durch die gemeinsame Bearbeitung von Aufgaben.
    Eine Anwesenheitspflicht gibt es nicht automatisch in jeder Lehrveranstaltung. In bestimmten Veranstaltungen kann die regelmäßige Teilnahme jedoch Voraussetzung für die Zulassung zu einer Prüfung sein. Das kann zum Beispiel bei Laborpraktika sinnvoll oder vorgeschrieben sein.
    Anwesenheit allein bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die Inhalte verstanden werden. Auch bei regelmäßiger Teilnahme gehören Vor- und Nachbereitung sowie Selbststudium zum Studium. Umgekehrt kann es je nach Lehrveranstaltung möglich sein, Inhalte teilweise selbstständig nachzuarbeiten.
    Welche Regeln gelten, steht normalerweise in der Studienordnung, Prüfungsordnung oder Beschreibung der Lehrveranstaltung. Deshalb sollten Studierende prüfen, ob eine Veranstaltung Anwesenheit, aktive Mitarbeit oder bestimmte Studienleistungen voraussetzt.

    Wie kann ich mein Zeitmanagement verbessern?

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    • Für die Zeitplanung müssen Lehrveranstaltungen, Selbststudium, Prüfungen und weitere Aufgaben gemeinsam betrachtet werden
    • Klare Ziele und feste Zwischenfristen können helfen, den Überblick zu behalten
    • Große Aufgaben lassen sich besser bewältigen, wenn sie in kleinere Schritte aufgeteilt werden
    • Zeitmanagement kann gelernt und durch Beratung oder passende Angebote unterstützt werden
    Gutes Zeitmanagement beginnt mit einem realistischen Überblick. In den Plan gehören nicht nur Vorlesungen, Seminare und Übungen. Auch Selbststudium, Prüfungsvorbereitung, Hausarbeiten und andere Studienleistungen benötigen Zeit.
    Hilfreich kann es sein, zunächst feste Ziele und wichtige Termine zu notieren. Danach können größere Aufgaben in kleinere Schritte aufgeteilt werden. Eine Hausarbeit kann zum Beispiel in Recherche, Gliederung, Schreiben und Überarbeiten eingeteilt werden.
    Auch To-do-Listen können bei der Planung helfen. Dabei sollten Aufgaben nach ihrer Bedeutung und nach ihrer Dringlichkeit geordnet werden. Eine Untersuchung beschreibt, wie Studierende mit gesetzten Zielen, Fristen und einer priorisierten Aufgabenliste arbeiten.
    Wichtig ist außerdem, nicht nur die nächste Prüfung zu planen. Studienaufgaben können sich über mehrere Wochen verteilen. Wer früh mit der Vorbereitung beginnt und regelmäßig überprüft, was noch offen ist, kann den eigenen Arbeitsaufwand besser einschätzen.
    Zeitmanagement muss nicht von Anfang an perfekt funktionieren. Die Fähigkeit zur Organisation und zum selbstständigen Lernen kann sich im Studium weiterentwickeln. Bei Schwierigkeiten können Beratungsangebote zu Arbeitsorganisation, Zeitmanagement oder zur Vereinbarkeit mit Beruf und Familie genutzt werden.

    Welche Fähigkeiten helfen beim Lernen, Schreiben, Präsentieren und Zusammenarbeiten?

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    • Beim Lernen helfen Selbstorganisation, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, Probleme zu lösen
    • Beim Schreiben sind verständliche Sprache, Recherche und ein strukturierter Umgang mit Quellen wichtig
    • Beim Präsentieren kommt es darauf an, wissenschaftliche Inhalte klar und verständlich zu erklären
    • Gruppenarbeiten brauchen Kommunikation, Zusammenarbeit und die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen
    • Diese Fähigkeiten können im Studium weiterentwickelt und geübt werden
    Für das Studium sind verschiedene Fähigkeiten hilfreich. Dazu gehören nicht nur fachliche Kenntnisse. Auch die Fähigkeit, selbstständig zu lernen, Probleme zu lösen und die eigene Arbeit zu planen, spielt eine Rolle.
    Beim Lernen hilft es, Inhalte zu ordnen und Zusammenhänge zu erkennen. Studierende müssen sich häufig selbst überlegen, welche Informationen wichtig sind und wie sie diese verstehen und wiederholen können. Kritisches Denken und die Bereitschaft, Fragen zu stellen, unterstützen diesen Prozess.
    Beim Schreiben kommt es darauf an, Gedanken klar zu ordnen und verständlich auszudrücken. Für wissenschaftliche Texte müssen Informationen recherchiert, Quellen ausgewertet und eigene Argumente entwickelt werden. Verwendete Quellen müssen korrekt angegeben werden.
    Beim Präsentieren müssen Inhalte für andere verständlich erklärt werden. Dazu gehören eine passende Gliederung, eine klare Sprache und ein sicherer Umgang mit Fragen. Referate und Präsentationen können dabei helfen, das Darstellen wissenschaftlicher Themen zu üben.
    Auch Zusammenarbeit ist in vielen Studiengängen wichtig. Gruppenarbeiten und Projekte verlangen Absprachen, eine faire Aufgabenverteilung und den Austausch über verschiedene Ideen. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit helfen dabei, gemeinsam ein Ergebnis zu entwickeln.
    Diese Fähigkeiten müssen nicht alle zu Beginn vollständig vorhanden sein. Sie können in Seminaren, Übungen, Projekten und schriftlichen Arbeiten weiterentwickelt werden. Welche Fähigkeiten besonders wichtig sind, hängt außerdem vom Studienfach und von den jeweiligen Lehrveranstaltungen ab.

    Welche Future Skills kann ich im Studium entwickeln?

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    • Future Skills sind Fähigkeiten, die beim Umgang mit neuen und komplexen Aufgaben helfen
    • Beispiele: kritisches Denken, Problemlösen, Lernkompetenz und Selbstorganisation
    • Welche Future Skills besonders gefördert werden, hängt vom Studienfach und von den Lehrveranstaltungen ab
    • Future Skills sind keine festen Eigenschaften, sondern können durch Übung und Reflexion entwickelt werden
    Future Skills sind Fähigkeiten, die Menschen dabei helfen, mit neuen, komplexen oder unsicheren Situationen umzugehen. Dazu gehören zum Beispiel kritisches Denken, Kommunikationskompetenz, Kooperationskompetenz, Problemlösungskompetenz, Lernkompetenz und Selbstkompetenz.
    Im Studium können diese Fähigkeiten in vielen verschiedenen Situationen gefördert werden. Beim wissenschaftlichen Arbeiten lernen Studierende zum Beispiel, Informationen zu prüfen, Argumente zu bewerten und eigene Schlussfolgerungen zu entwickeln. Dadurch können kritisches Denken und Problemlösungskompetenz gestärkt werden.
    Auch das selbstständige Lernen gehört dazu. Studierende setzen sich eigene Ziele, planen ihre Arbeit und überprüfen, ob sie ihre Aufgaben verstehen und bewältigen können. Die Hochschullehre fördert besonders häufig Lernkompetenz, Selbstorganisationskompetenz und Eigeninitiative.
    Projekte, Präsentationen und Gruppenarbeiten bieten Möglichkeiten, Kommunikation und Zusammenarbeit zu üben. Studierende müssen sich absprechen, Aufgaben verteilen, unterschiedliche Ideen einbeziehen und gemeinsame Ergebnisse vorstellen.
    Nicht jedes Studium fördert alle Future Skills im gleichen Umfang. Kritisches Denken und Problemlösekompetenz spielen in vielen Fächern eine wichtige Rolle. Andere Fähigkeiten, zum Beispiel digitale Kompetenzen, Kreativität oder der Umgang mit Unsicherheit, können je nach Studienfach und Lehrveranstaltung unterschiedlich stark vorkommen.
    Future Skills müssen nicht von Anfang an vollständig vorhanden sein. Sie können im Studium durch praktische Aufgaben, wissenschaftliches Arbeiten, Diskussionen, Präsentationen, Gruppenarbeiten und die Reflexion des eigenen Lernens weiterentwickelt werden.