Leben
Wie sieht mein Alltag als Studierende:r aus – und was gehört noch dazu?
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DatenschutzhinweisePersönliche Beziehungen und Lebensformen
Unterschiedliche Lebensphasen
▼- Das Studium fällt für viele Menschen in eine Übergangsphase zum Erwachsenenalter
- Studierende befinden sich in unterschiedlichen persönlichen und familiären Lebenssituationen
- Alter, Wohnsituation und Partnerschaft können den Studienalltag unterschiedlich prägen
- Biografische Veränderungen können sich auf Studienbedingungen und Studienverlauf auswirken
- Hochschulen sollten Studierende nicht nur in ihrer Studienrolle, sondern auch mit ihren individuellen Lebensgeschichten wahrnehmen
Diese Übergangsphase kann mit neuen Freiheiten, aber auch mit Unsicherheiten verbunden sein. Studierende müssen häufig gleichzeitig Anforderungen des Studiums bewältigen und wichtige persönliche Entscheidungen treffen.
Unterschiedliche Lebenssituationen Studierende befinden sich nicht alle in derselben Lebensphase. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in ihrem Alter, ihrer Wohnsituation, ihrem Partnerschaftsstatus und ihren familiären Verpflichtungen. Eine einheitliche Vorstellung vom studentischen Leben wird dieser Vielfalt deshalb nicht gerecht.
Auch das Alter kann sich je nach Lebenssituation deutlich unterscheiden. Verheiratete Studierende sind im Durchschnitt älter als Studierende, die in einer Partnerschaft leben oder nicht liiert sind.
Einfluss auf das Studium Unterschiedliche Lebensphasen können beeinflussen, wie viel Zeit, Unterstützung und Flexibilität Studierende für ihr Studium haben. Auch persönliche Veränderungen und aktuelle Lebensformen können sich auf die Studienbedingungen und die Studienabbruchneigung auswirken.
Das bedeutet nicht, dass eine bestimmte Lebenssituation automatisch zu Problemen im Studium führt. Entscheidend ist, wie die jeweiligen Anforderungen mit dem Studium zusammenpassen und welche Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Zusammenfassung Studierende befinden sich in unterschiedlichen Lebensphasen und bringen verschiedene Erfahrungen, Beziehungen und Verantwortungen mit. Diese Lebenssituationen können den Studienalltag und den Studienverlauf beeinflussen. Hochschulen sollten diese Vielfalt berücksichtigen und Studierende als Menschen mit individuellen Lebensgeschichten wahrnehmen.
Familie und Partnerschaft
▼- Studierende leben in unterschiedlichen familiären und partnerschaftlichen Situationen
- Rund 42 Prozent leben in einer festen Partnerschaft, knapp 10 Prozent sind verheiratet
- Familie hat für viele Studierende eine sehr große persönliche Bedeutung
- Unterstützung & Gespräche über das Studium können mit dem subjektiv wahrgenommenen Studienerfolg zusammenhängen
- Beziehungen können unterstützen, aber auch zusätzliche Zeit & Abstimmung erfordern
Unterschiedliche Lebens- und Beziehungsformen Rund 42 Prozent der Studierenden leben in einer festen Partnerschaft. Knapp 10 Prozent sind verheiratet, während etwa 48 Prozent keine feste Partnerschaft haben. Verheiratete Studierende sind im Durchschnitt deutlich älter als Studierende mit oder ohne feste Partnerschaft.
Familie hat für viele Studierende eine hohe persönliche Bedeutung. 81 Prozent der Befragten bezeichneten Familie als ein Thema von sehr großer Bedeutung. Freunde und das soziale Umfeld folgten mit 65 Prozent. Familie kann dabei auch dann wichtig sein, wenn man nicht mit seinen Angehörigen zusammenwohnt oder an einem anderen Ort studiert.
Unterstützung und gemeinsame Erwartungen Erziehungsberechtigte, Partner*innen und Freund*innen können für das Studium wichtig sein. Sie können unterstützen, Erwartungen äußern oder ihre Sichtweise teilen. In einer Untersuchung hing die Unterstützung durch Erziehungsberechtigte und Partner*innen mit dem subjektiv wahrgenommenen Studienerfolg zusammen. Auch Gespräche über das Studium spielten dabei eine Rolle.
Gemeinsame Lebenspläne können Absprachen erfordern. Das gilt zum Beispiel bei unterschiedlichen Zeitplänen, einem Umzug oder einem Hochschulwechsel. Welche Bedeutung solche Fragen haben, hängt von der jeweiligen Beziehung und Lebenssituation ab.
Unterstützung und Belastung Eine Partnerschaft kann Motivation, emotionale Unterstützung und praktische Hilfe bieten. Sie kann aber auch zusätzliche Zeit beanspruchen und dadurch in Konkurrenz zu den Anforderungen des Studiums treten. Deshalb lässt sich nicht allgemein sagen, ob eine Partnerschaft den Studienalltag erleichtert oder erschwert. Entscheidend können unter anderem die Beziehungsqualität, gemeinsame Erwartungen und die verfügbaren zeitlichen Möglichkeiten sein.
Private Veränderungen oder Belastungen können in den Studienbereich hineinwirken. Wenn private Angelegenheiten die Konzentration auf das Studium erschweren, kann dies mit einem geringeren subjektiv wahrgenommenen Studienerfolg zusammenhängen. Dieser Zusammenhang ist nicht eindimensional und lässt sich nicht automatisch auf alle Studierenden übertragen.
Zusammenfassung Familie und Partnerschaft können für Studierende wichtige persönliche Bezugspunkte sein. Sie können Unterstützung und Motivation geben, aber auch zusätzliche Zeit, Verantwortung und Abstimmung erfordern. Gespräche über das Studium sowie die Unterstützung durch Erziehungsberechtigte und Partner*innen hingen in Untersuchungen mit dem subjektiv wahrgenommenen Studienerfolg zusammen.
Welche Bedeutung Familie und Partnerschaft haben, ist von der jeweiligen Beziehung und Lebenssituation abhängig. Deshalb gibt es keine einheitliche Form, wie Studierende diese Lebensbereiche mit ihrem Studium verbinden.
Studierende mit Kindern
▼- Die Betreuung und Erziehung der Kinder verringert die verfügbare Zeit für das Studium
- Flexible Studienformen und ein Teilzeitstudium sind für Studierende mit Kindern besonders wichtig
- Viele benötigen Beratung zur Studienorganisation, zum Zeitmanagement und zur Vereinbarkeit von Studium und Erziehungsverantwortung
- Studierende mit Kindern erleben häufiger Überlastung, berichten aber gleichzeitig auch von positiven Erfahrungen und Glücksgefühlen
Der Unterschied zeigt sich sowohl bei den Lehrveranstaltungen als auch beim Selbststudium. Studierende mit Kindern wenden durchschnittlich 13,4 Stunden pro Woche für Lehrveranstaltungen und 14,8 Stunden für das Selbststudium auf. Bei Studierenden ohne Kinder sind es 17,3 beziehungsweise 17,7 Stunden.
Studierende mit Kindern fühlen sich außerdem signifikant häufiger überlastet. Als mögliche Gründe werden ein Mangel an Zeit und Handlungsspielräumen sowie eine schwierige Vereinbarkeit der verschiedenen Lebensbereiche beschrieben.
Gleichzeitig berichten Studierende mit Kindern nicht nur von Belastungen. 60 Prozent geben an, in den vergangenen vier Wochen häufig oder sehr häufig glücklich gewesen zu sein. Bei Studierenden ohne Kinder liegt dieser Anteil bei 51 Prozent.
Zeitliche Flexibilität und Studienorganisation Die geringere verfügbare Studienzeit macht flexible Studienbedingungen besonders wichtig. Für mehr als 57 Prozent der Studierenden mit Kindern ist die Möglichkeit eines Teilzeitstudiums ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Hochschule. Bei Studierenden ohne Kinder trifft dies nur auf rund 10 Prozent zu.
Auch hochschulspezifische Beratungs- und Unterstützungsangebote werden von Studierenden mit Kindern häufiger als wichtig bewertet. Der Anteil liegt bei 25,9 Prozent. Bei Studierenden ohne Kinder sind es 12,6 Prozent.
Diese Zahlen zeigen, dass Studierende mit Kindern nicht nur individuelle Lösungen benötigen. Auch die Studienorganisation und die Rahmenbedingungen der Hochschule müssen zu einem Alltag mit Erziehungsverantwortung passen.
Beratungsbedarf Der Beratungsbedarf betrifft vor allem die Organisation des Studiums. 44,4 Prozent wünschen sich Beratung zur Arbeitsorganisation und zum Zeitmanagement. 43,8 Prozent nennen Probleme beim Lernen oder Prüfungsangst. Fast die Hälfte der Studierenden mit Kindern gibt außerdem Beratungsbedarf zur Vereinbarkeit von Studium und Erziehungsverantwortung an.
Beratungsangebote sollten deshalb konkrete Fragen des Studienalltags aufgreifen. Dazu gehören die Planung der Studienzeit, der Umgang mit Prüfungen und die Vereinbarkeit von Lehrveranstaltungen, Selbststudium und Kinderbetreuung.
Familiäre Verpflichtungen können im Einzelfall auch zum Studienabbruch beitragen. Für 4 Prozent der Studienabbrecher*innen gab eine entsprechende familiäre Situation den Ausschlag für den Abbruch.
Zusammenfassung Studierende mit Kindern haben im Durchschnitt weniger Zeit für ihr Studium und fühlen sich häufiger überlastet. Gleichzeitig berichten sie vergleichsweise häufig von Glücksgefühlen. Besonders wichtig sind daher flexible Studienformen, eine passende Studienorganisation und Beratung zu Zeitmanagement, Prüfungen und der Vereinbarkeit von Studium und Erziehungsverantwortung.
Studierende mit Pflegeaufgaben
▼- Knapp 12 Prozent der Studierenden übernehmen Pflegeaufgaben im privaten Umfeld
- Die Pflege betrifft meistens Familienangehörige, teilweise aber auch Freund*innen oder Bekannte
- Pflegeaufgaben führen nicht automatisch zu weniger Zeit für das Studium
- Die Auswirkungen hängen von der persönlichen Lebenssituation und weiteren familiären Verpflichtungen ab
- Flexible Studienbedingungen können dabei helfen, Studium und Pflegeverantwortung zu verbinden
Die Pflege betrifft meistens Familienangehörige. Ein kleinerer Teil kümmert sich um Freund*innen oder Bekannte. Einige Studierende übernehmen Pflegeaufgaben in beiden Bereichen.
Pflegeaufgaben können sehr unterschiedlich aussehen. Dazu können regelmäßige Unterstützung im Alltag, Begleitung zu Terminen oder organisatorische Aufgaben gehören.
Zeitaufwand und Studienalltag Pflegeaufgaben führen nicht automatisch zu weniger Studienzeit. Studierende mit Pflegeaufgaben wenden durchschnittlich 35,7 Stunden pro Woche für ihr Studium auf. Bei Studierenden ohne Pflegeaufgaben sind es 34,4 Stunden.
Der Unterschied zeigt sich sowohl bei den Lehrveranstaltungen als auch beim Selbststudium. Studierende mit Pflegeaufgaben investieren in beiden Bereichen etwas mehr Zeit als Studierende ohne Pflegeaufgaben.
Diese Ergebnisse bedeuten nicht, dass Pflegeaufgaben grundsätzlich leicht mit dem Studium zu vereinbaren sind. Sie zeigen vielmehr, dass die Auswirkungen unterschiedlich sein können.
Auch die persönliche Lebenssituation spielt eine Rolle. Frauen mit Pflegeaufgaben wenden etwas mehr Zeit für ihr Studium auf als Männer mit Pflegeaufgaben. Dieser Unterschied fällt noch stärker aus, wenn zusätzlich eigene Kinder im Haushalt leben.
Flexible Studienbedingungen Studierende mit Pflegeaufgaben können auf Studienbedingungen angewiesen sein, die sich an unterschiedliche Lebenslagen anpassen lassen. Dazu gehören zeitlich flexible Studienangebote und Studienkonzepte, die weitere Verpflichtungen neben dem Studium berücksichtigen.
Solche Rahmenbedingungen können strukturelle Schwierigkeiten verringern. Sie schaffen mehr Möglichkeiten, Pflegeverantwortung und Studium miteinander zu verbinden, ohne dass die Studierenden ihre private Verantwortung vollständig zurückstellen müssen.
Zusammenfassung Pflegeaufgaben gehören für einen relevanten Teil der Studierenden zum Alltag. Sie führen nicht automatisch zu weniger Studienzeit, können aber zusätzliche Verantwortung und organisatorische Anforderungen mit sich bringen. Die Auswirkungen hängen von der persönlichen Lebenssituation ab. Flexible Studienbedingungen können dazu beitragen, Studium und Pflegeverantwortung besser miteinander zu verbinden.
Soziale Kontakte und Zugehörigkeit
Freundschaften und soziales Umfeld
▼- Freunde und das soziale Umfeld haben für viele Studierende eine hohe persönliche Bedeutung
- Freundschaften können emotionale Unterstützung und praktische Hilfe im Studium bieten
- Kontakte zu Kommiliton*innen erleichtern den Austausch von Informationen und Erfahrungen
- Freundschaften können neben Unterstützung auch Konflikte und zusätzliche Belastungen mit sich bringen
Freundschaften können dabei unterschiedliche Funktionen erfüllen. Sie bieten emotionale Unterstützung, helfen bei schwierigen Situationen und ermöglichen gemeinsame Freizeitaktivitäten. Dadurch können sie einen Ausgleich zu den Anforderungen des Studiums schaffen.
Unterstützung im Studienalltag Freund*innen können Studierende ermutigen und bei wichtigen Entscheidungen beraten. Das kann bereits bei der Wahl des Studiengangs oder des Studienortes eine Rolle spielen. Auch während des Studiums können sie bei Problemen zuhören, Trost geben oder praktische Hilfe leisten. Zur Unterstützung kann zum Beispiel auch das Korrekturlesen von Hausarbeiten gehören. Freundschaften helfen außerdem dabei, nach anstrengenden Lernphasen Abstand zu gewinnen und neue Energie zu sammeln.
Kontakte zu Kommiliton*innen Neben privaten Freundschaften sind Kontakte zu Kommiliton*innen wichtig. Über diese Kontakte werden Informationen und Erfahrungen zum Studium ausgetauscht. Außerdem können Studierende bei Problemen Unterstützung erhalten und eine stärkere Verbindung zu ihrem Studienfach und ihrer Hochschule entwickeln.
Unterstützung und Konflikte Freundschaften wirken nicht immer nur entlastend. Konflikte mit Freund*innen können das Wohlbefinden beeinträchtigen und zeitweise auch das Studium erschweren. Beziehungen können außerdem Zeit beanspruchen und dadurch mit anderen Anforderungen konkurrieren.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob Studierende soziale Kontakte haben. Auch die Qualität dieser Beziehungen und die erlebte Unterstützung spielen eine Rolle.
Zusammenfassung Freundschaften und das soziale Umfeld können Studierende emotional und praktisch unterstützen. Kontakte zu Kommiliton*innen erleichtern außerdem den Austausch und können die Verbindung zur Hochschule stärken. Gleichzeitig können Konflikte und schwierige Beziehungen belastend wirken. Wichtig sind daher nicht möglichst viele Kontakte, sondern verlässliche und unterstützende Beziehungen.
Neue soziale Kontakte knüpfen
▼- Neue Kontakte entstehen häufig über den Studienalltag und gemeinsame Aktivitäten
- Kontakte zu Kommiliton*innen können den Austausch und die gegenseitige Unterstützung erleichtern
- Lerngruppen können Motivation und den Studienerfolg fördern
- Die Wohnsituation und das Alter können beeinflussen, wie leicht neue Freundschaften entstehen
Kontakte zu Kommiliton*innen ermöglichen den Austausch über Studieninhalte und Erfahrungen. Studierende können sich gegenseitig helfen, gemeinsam lernen und sich in schwierigen Phasen motivieren.
Einfluss der Wohnsituation Die Wohnsituation kann beeinflussen, wie leicht Studierende Kontakte zu anderen aufbauen. Wer am Studienort lebt, hat möglicherweise mehr Gelegenheiten für spontane Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten. Die Wohnsituation gilt deshalb als ein wichtiger Einflussfaktor für die soziale und akademische Integration.
Studierende, die nicht am Studienort wohnen, können dagegen weniger Zeit auf dem Campus verbringen. Dadurch kann es schwieriger werden, regelmäßige Beziehungen zu Kommiliton*innen aufzubauen und zu erhalten.
Unterschiedliche Voraussetzungen Nicht allen Studierenden fällt es gleich leicht, neue Kontakte zu knüpfen. In einer Untersuchung berichteten Studienabbrecher*innen häufiger von Problemen beim Kontaktaufbau als Absolvent*innen. 19 Prozent der Studienabbrecher*innen hatten große Schwierigkeiten, Kontakte zu Kommiliton*innen zu finden. Bei den Absolvent*innen waren es 11 Prozent.
Auch das Alter kann eine Rolle spielen. Wenn Studierende deutlich älter sind als die meisten ihrer Kommiliton*innen, kann es schwieriger sein, Freundschaften aufzubauen und langfristig zu erhalten.
Zusammenfassung Neue soziale Kontakte entstehen vor allem durch regelmäßige Begegnungen im Studienalltag. Lerngruppen und gemeinsame Aktivitäten können dabei helfen, Unterstützung und Zugehörigkeit aufzubauen. Die Wohnsituation und das Alter beeinflussen, wie leicht solche Kontakte entstehen.
Zugehörigkeit und Anerkennung
▼- Zugehörigkeit umfasst soziale Verbundenheit, Sicherheit und Akzeptanz im Hochschulalltag
- Anerkennung durch Kommiliton*innen, Lehrende und Hochschulmitarbeitende kann das Zugehörigkeitsgefühl stärken
- Zugehörigkeit kann das Wohlbefinden und die Motivation unterstützen
- Fehlende Zugehörigkeit kann mit Erschöpfung und Demotivation verbunden sein
Anerkennung und Kommunikation Zugehörigkeit hängt nicht nur von den privaten Kontakten der Studierenden ab. Auch Lehrende und andere Hochschulmitarbeitende beeinflussen, ob Studierende sich respektiert und ernst genommen fühlen.
Transparente Regeln, nachvollziehbare Anforderungen und eine wertschätzende Kommunikation können dazu beitragen, dass Studierende sich an der Hochschule anerkannt fühlen.
Zusammenfassung Zugehörigkeit und Anerkennung sind für den Studienalltag mehr als persönliche Gefühle. Soziale Kontakte, Unterstützung und wertschätzende Kommunikation können mit Studienerfolg, Studienmotivation und Wohlbefinden zusammenhängen.
Isolation und Einsamkeit
▼- Isolation kann entstehen, wenn Studierende nur wenige Kontakte zu anderen Studierenden haben
- Studienabbrecher*innen fühlten sich im Studium häufiger auf sich allein gestellt als Absolvent*innen
- In rein digitalen Lernformen fehlen oft spontane Gespräche und persönliche Begegnungen
- Fehlende Zugehörigkeit kann mit Stress und Prüfungsangst verbunden sein
- Gemeinsame Lernangebote und persönliche Begegnungen können soziale Kontakte erleichtern
In einer Untersuchung fühlten sich 40 Prozent der Studienabbrecher*innen im Studium auf sich allein gestellt. Bei den Absolvent*innen waren es 18 Prozent. Studienabbrecher*innen hatten außerdem seltener und weniger intensive Kontakte zu Kommiliton*innen.
Diese Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen sozialer Einbindung und Studienverlauf. Sie beweisen jedoch nicht, dass Isolation automatisch zu einem Studienabbruch führt.
Einsamkeit in digitalen Lernformen In rein digitalen Lernformen fühlen sich viele Studierende isoliert und einsam. Vor allem spontane Gespräche vor oder nach Lehrveranstaltungen fallen weg. Dadurch kann es schwieriger werden, neue Kontakte zu knüpfen und sich in die Hochschulgemeinschaft einzufinden.
Digitale Lehre kann zwar mehr Flexibilität ermöglichen. Sie kann aber gleichzeitig zu weniger persönlichen Kontakten, längeren Bildschirmzeiten und eingeschränkten Möglichkeiten zum Austausch führen.
Möglichkeiten gegen Isolation Hochschulen können persönliche Begegnungen und den Austausch unter Studierenden gezielt fördern. Dazu gehören Lerngruppen, Gesprächsangebote, Mentoring und gemeinsame Aktivitäten. Auch in digitalen Lehrformaten können Diskussionsforen, virtuelle Pausenräume und hybride Treffen den Kontakt erleichtern. Wichtig ist, dass solche Angebote leicht zugänglich sind. Studierende sollten nicht erst bei starken Problemen Unterstützung suchen müssen.
Zusammenfassung Isolation und Einsamkeit können entstehen, wenn Studierende nur wenige oder oberflächliche Kontakte zu anderen Studierenden haben. Dies zeigt sich besonders in rein digitalen Lernformen und kann mit Stress und Belastungen verbunden sein. Persönliche Begegnungen und Lerngruppen können helfen, soziale Kontakte und Zugehörigkeit zu stärken.
Diskriminierung und soziale Ausgrenzung
▼- Diskriminierung und Ausgrenzung können den Studienalltag und die soziale Teilhabe erschweren
- Mehrere Benachteiligungen können gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken
- Fehlende finanzielle Mittel, soziale Kontakte und Informationen können das Gefühl von Ausgrenzung verstärken
- Soziale Einbindung und passende Unterstützungsangebote können Benachteiligungen abfedern
Mehrere dieser Merkmale können gleichzeitig eine Rolle spielen. Dadurch können besondere Belastungen entstehen, die nicht immer sofort sichtbar sind.
Fehlende Ressourcen und soziale Teilhabe Soziale Ausgrenzung kann auch entstehen, wenn Studierenden wichtige Ressourcen fehlen. Dazu gehören finanzielle Möglichkeiten, akademische Kontakte oder Wissen über ungeschriebene Regeln an der Hochschule.
In einer Untersuchung mit Studierenden mit Migrationshintergrund wurde beschrieben, dass fehlende familiäre Kontakte, sprachliche Hürden und mangelndes Wissen über akademische Abläufe den Studienerfolg erschweren können. Einige Studierende fühlten sich dadurch weniger als gleichwertiger Teil der Hochschule. Diese Ergebnisse beziehen sich auf eine bestimmte Studierendengruppe. Sie zeigen konkrete Erfahrungen, lassen sich aber nicht automatisch auf alle Studierenden übertragen.
Bedeutung von Unterstützung Soziale Einbindung kann für Studierende mit besonderen Benachteiligungen eine wichtige Unterstützung sein. Sie kann dazu beitragen, höhere Abbruchrisiken auszugleichen und den Kontakt zur Hochschule zu stärken.
Unterstützungsangebote sollten die gesamte Lebenssituation berücksichtigen. Einzelne Angebote zu Gesundheit, Finanzen oder Diskriminierung reichen nicht immer aus, wenn mehrere Probleme gleichzeitig bestehen. Wichtig sind deshalb leicht zugängliche Ansprechpersonen, respektvolle Kommunikation und klare Informationen über Hilfsangebote.
Zusammenfassung Diskriminierung und soziale Ausgrenzung können durch unterschiedliche Benachteiligungen entstehen. Mehrere Belastungen können sich dabei überschneiden. Soziale Einbindung, respektvolle Kommunikation und gut erreichbare Beratungsangebote können dazu beitragen, Ausgrenzung zu verringern.
Wohnen und Mobilität
Wohnen bei den Eltern
▼- 27,9% der Studierenden wohnen bei den Erziehungsberechtigten
- Hohe Mieten und fehlender günstiger Wohnraum können ein wichtiger Grund dafür sein
- Die Entfernung zur Hochschule beeinflusst den Studienalltag stärker als die Wohnform allein
- Lange Wege können Zeit kosten und soziale Kontakte erschweren
- Das Wohnen bei den Erziehungsberechtigten kann Unterstützung bieten, aber auch familiäre Erwartungen mit sich bringen
Ein wichtiger Grund für diese Wohnform ist die schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt. Rund 57 Prozent der Studierenden, die bei ihren Erziehungsberechtigten wohnen, finden es schwierig, eine Wohnung zu einem günstigen Mietpreis zu finden.
Entfernung zur Hochschule Die Auswirkungen des Wohnens bei den Erziehungsberechtigten hängen stark von der Entfernung zur Hochschule ab. Manche Studierende wohnen in der Nähe ihres Studienortes. Andere müssen regelmäßig zwischen ihrem Wohnort und der Hochschule pendeln.
Lange Fahrzeiten können dazu führen, dass weniger Zeit für Studienaufgaben bleibt. Außerdem sind Studierende mit langen Wegen seltener an der Hochschule und haben dadurch weniger Möglichkeiten, Kontakte zu Kommiliton*innen zu pflegen. Das kann die soziale Einbindung in die Hochschule erschweren.
Chancen und Herausforderungen Das Wohnen bei den Erziehungsberechtigten kann finanzielle Sicherheit und Unterstützung im Alltag bieten. Gleichzeitig können familiäre Erwartungen zusätzlichen Druck erzeugen. Dazu gehört zum Beispiel die Erwartung, Zeit für die Familie aufzubringen oder familiäre Aufgaben zu übernehmen.
Wie sich diese Wohnform auf das Studium auswirkt, hängt deshalb von der jeweiligen Familiensituation ab. Eine unterstützende Umgebung kann den Studienalltag erleichtern. Lange Wege, wenig Zeit am Hochschulort oder hohe familiäre Erwartungen können ihn dagegen erschweren.
Zusammenfassung Viele Studierende wohnen während des Studiums weiterhin bei ihren Erziehungsberechtigten. Hohe Mieten und fehlender günstiger Wohnraum können diese Entscheidung begünstigen. Die Wohnform kann finanzielle und familiäre Unterstützung bieten. Liegt der Wohnort jedoch weit von der Hochschule entfernt, können lange Wege die verfügbare Zeit und die sozialen Kontakte verringern. Die Auswirkungen hängen jedoch von der persönlichen Wohn- und Familiensituation ab.
Wohnen in privater Mietwohnung
▼- 27,8% der Studierenden wohnen in einer privaten Mietwohnung
- Eine private Mietwohnung kann allein oder gemeinsam mit anderen Personen bewohnt werden
- Bezahlbarer Wohnraum ist für viele Studierende schwer zu finden
- Hohe Mietkosten und eine schwierige Wohnungssuche können den Studienalltag belasten
Eine private Mietwohnung kann von Studierenden allein oder gemeinsam mit anderen Personen bewohnt werden. Dazu gehören beispielsweise Partner*innen, Kinder oder andere Haushaltsmitglieder.
Selbstständigkeit und Alltag Das Wohnen in einer privaten Mietwohnung kann Studierenden ermöglichen, ihren Alltag selbstständig zu organisieren. Sie können ihren Tagesablauf, die Nutzung der Wohnräume und viele Entscheidungen des täglichen Lebens eigenständig gestalten.
Die Wohnsituation steht außerdem mit der räumlichen Nähe zur Hochschule in Verbindung. Wer am Hochschulort oder in dessen Nähe wohnt, kann möglicherweise leichter am akademischen und sozialen Leben der Hochschule teilnehmen. Die tatsächliche Einbindung hängt jedoch auch von den persönlichen Kontakten und der individuellen Lebenssituation ab.
Chancen und Herausforderungen Eine private Mietwohnung kann mehr Selbstständigkeit und Privatsphäre ermöglichen. Gleichzeitig müssen die Bewohner*innen die Mietkosten, Nebenkosten und weitere Ausgaben berücksichtigen. Je nachdem, ob die Wohnung allein oder mit anderen Personen bewohnt wird, unterscheiden sich auch die finanzielle Belastung und die Organisation des Alltags. Rund 55 Prozent der Studierenden halten es für nahezu aussichtslos, eine Wohnung zu einem günstigen Mietpreis zu finden.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, eine geeignete Wohnung in angemessener Entfernung zur Hochschule zu finden. Dabei treffen Studierende häufig auf hohe Mietpreise, ein begrenztes Angebot und aufwendige Bewerbungsverfahren. Für eine erfolgreiche Wohnungssuche können soziale Kontakte und Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld hilfreich sein.
Zusammenfassung Eine private Mietwohnung kann allein oder gemeinsam mit anderen Personen bewohnt werden. Sie kann mehr Selbstständigkeit und Privatsphäre ermöglichen, ist aber häufig mit hohen Kosten und einer schwierigen Wohnungssuche verbunden. Entscheidend sind deshalb die finanzielle Situation, die Entfernung zur Hochschule, die Wohnqualität und die persönliche Lebenssituation.
Wohnen in einer Wohngemeinschaft
▼- 24,8% der Studierenden wohnen in einer WG
- Das Zusammenleben mit anderen kann den Alltag und die sozialen Kontakte am Studienort beeinflussen
- Soziale Kontakte können auch bei der Suche nach einem WG-Zimmer wichtig sein
- Eine WG führt nicht automatisch zu einer geringeren Abbruchneigung
- Die Auswirkungen hängen von der jeweiligen Wohnsituation und den persönlichen Beziehungen ab
Eine WG kann für Studierende eine Möglichkeit sein, am Hochschulort zu leben und sich die Wohnkosten zu teilen. Gerade in Städten mit knappem und teurem Wohnraum kann diese Wohnform eine wichtige Alternative zur eigenen Wohnung sein.
Soziale Kontakte und Studienalltag Das Zusammenleben mit anderen Studierenden kann den Alltag am Studienort erleichtern. Gemeinsame Räume und regelmäßige Begegnungen schaffen Möglichkeiten für Gespräche und gegenseitige Unterstützung. Studierende, die besser in die Gruppe ihrer Kommiliton*innen eingebunden sind, tauschen sich häufiger über das Studium aus und bilden eher Lerngruppen.
Soziale Kontakte spielen auch bei der Suche nach einer Wohnung eine Rolle. 59,3 Prozent der Studierenden in einer WG geben an, dass soziale Kontakte bei der Wohnungssuche wichtig sind. Dazu können Empfehlungen aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis gehören.
Chancen und Herausforderungen Eine WG kann soziale Kontakte fördern. Sie führt jedoch nicht automatisch dazu, dass Studierende besser in das Hochschulleben eingebunden sind. Entscheidend ist, ob tatsächlich ein guter Austausch entsteht und ob die WG-Mitglieder auch Kontakte außerhalb der Wohnung haben.
Im Hinblick auf die Abbruchneigung zeigen sich keine allgemeinen Vorteile. Zwischen Studierenden, die in einer WG, allein oder mit einer Partnerin oder einem Partner leben, wurden keine deutlichen Unterschiede festgestellt. Die Wohnform allein entscheidet deshalb nicht über den Studienerfolg. Eine Rolle spielen stattdessen die Entfernung zur Hochschule, die Qualität der Beziehungen und die persönliche Lebenssituation.
Zusammenfassung Wohngemeinschaften sind eine häufige Wohnform unter Studierenden. Sie können den Alltag am Studienort erleichtern und Möglichkeiten für soziale Kontakte schaffen. Eine WG führt jedoch nicht automatisch zu mehr Zugehörigkeit oder einem geringeren Abbruchrisiko. Entscheidend sind die Beziehungen innerhalb der WG, die Kontakte zur Hochschule und die persönliche Lebenssituation.
Wohnen im Studierendenwohnheim
▼- 15,2% der Studierenden wohnen in einem Studierendenwohnheim
- Wohnheime bieten unterschiedliche Wohnmöglichkeiten, zum Beispiel Einzelzimmer oder eigene Apartments
- Wohnheime des Studierendenwerks gehören zu den günstigeren Wohnmöglichkeiten
- Die Nähe zur Hochschule kann den Studienalltag und die Teilnahme am Hochschulleben erleichtern
- Die Zufriedenheit mit dem Wohnen im Wohnheim fällt etwas niedriger aus als bei anderen Wohnformen
Ein Wohnheim kann besonders dann interessant sein, wenn Studierende für das Studium an einen anderen Ort ziehen. Es bietet eine Unterkunft am Studienort und kann lange Wege zwischen Wohnort und Hochschule vermeiden.
Wohnformen und Kosten In Wohnheimen gibt es unterschiedliche Wohnmöglichkeiten. 55 Prozent der dort lebenden Studierenden wohnen in einem Einzelzimmer innerhalb einer Wohngruppe oder Flurgemeinschaft. Knapp 32 Prozent leben in einem Einzelapartment. Weitere 14 Prozent wohnen in einer Mehrzimmerwohnung für Paare oder Studierende mit Kindern. Die durchschnittliche Miete für einen Wohnplatz im Wohnheim eines Studierendenwerkes lag im Jahr 2023 bei etwa 306 Euro.
Chancen und Herausforderungen Die Nähe zur Hochschule kann den Studienalltag erleichtern. Studierende verbringen dadurch möglicherweise mehr Zeit am Hochschulort und haben mehr Möglichkeiten, Kontakte zu Kommiliton*innen zu pflegen.
Gleichzeitig sind nicht alle Studierenden mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Studierende im Wohnheim sind etwas unzufriedener als Studierende anderer Wohnformen. Der Unterschied ist jedoch relativ gering (17,1 vs. 13,8 Prozent).
Die Wohnsituation allein entscheidet deshalb nicht darüber, wie erfolgreich das Studium verläuft. Die Ausstattung, die Kosten, die Mitbewohner*innen und die Nähe zur Hochschule spielen auch eine Rolle.
Zusammenfassung Studierendenwohnheime bieten verschiedene Wohnmöglichkeiten und liegen häufig in der Nähe der Hochschule. Sie können deshalb lange Wege vermeiden und den Studienalltag erleichtern. Wohnheime des Studierendenwerks gehören außerdem zu den günstigeren Wohnmöglichkeiten. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bedingungen je nach Wohnheim deutlich. Entscheidend sind vor allem die Kosten, die Wohnform, die Ausstattung und die persönliche Zufriedenheit.
Wohnungssuche, Wohnraumknappheit und Wege im Alltag
▼- Bezahlbarer Wohnraum ist für viele Studierende schwer zu finden
- Wohnungssuche kann durch hohe Mietpreise, ein begrenztes Angebot und aufwendige Bewerbungsverfahren erschwert werden
- Soziale Kontakte können bei der Suche nach einer Wohnung hilfreich sein
- Lange Wege zwischen Wohnort und Hochschule verursachen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand
- Die Wohnlage beeinflusst, wie leicht Studierende am akademischen und sozialen Hochschulleben teilnehmen können
Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt kann dazu führen, dass Studierende länger bei ihren Erziehungsberechtigten wohnen bleiben oder auf andere Wohnformen ausweichen. Dazu gehören beispielsweise Wohngemeinschaften, Wohnheime oder Wohnungen, die mit Partner*innen oder anderen Personen geteilt werden. Besonders für Studierende mit finanziellen Problemen ist es schwierig, eine preisgünstige Wohnung zu finden.
Auch die Zahl der Bewerbungen und die Konkurrenz um geeignete Wohnungen können die Suche erschweren. Rund 26 Prozent der Studierenden haben sich mindestens einmal erfolglos um eine Wohnung beworben. Zusätzlich geben 53,6 Prozent an, dass soziale Kontakte bei der erfolgreichen Wohnungssuche häufig eine wichtige Rolle spielen. Empfehlungen aus dem Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis können den Zugang zu Wohnungsangeboten erleichtern.
Wohnort und Wege zur Hochschule Die Wohnungswahl hängt nicht nur von der Größe oder Ausstattung einer Wohnung ab. Auch die Entfernung zur Hochschule spielt eine wichtige Rolle. Manche Studierende wohnen direkt am Hochschulort, während andere längere Wege in Kauf nehmen, weil sie dort günstigeren Wohnraum finden, weiterhin bei ihren Erziehungsberechtigten leben oder keinen passenden Wohnraum in der Nähe gefunden haben.
Auch die Größe und Lage des Hochschulortes können eine Rolle spielen. Studierende an Hochschulen in kleineren Städten wohnen teilweise häufiger direkt am Hochschulort, während andere Studierende längere Distanzen zurücklegen.
Studierende benötigen im Durchschnitt knapp 39 Minuten für den Weg von ihrer Wohnung zur Hochschule. Für die Hälfte der Studierenden beträgt die Wegedauer etwa 25 Minuten oder weniger. Bei Studierenden, die bei ihren Erziehungsberechtigten wohnen, oder bei Studierenden mit Kindern sind die Wege im Durchschnitt länger.
Auswirkungen des Pendelns auf den Alltag Lange Wege zur Hochschule können den Alltag erheblich beeinflussen. Sie können zusätzliche Fahrtkosten verursachen und verringern die Zeit, die für das Studium, eine Erwerbstätigkeit, Erholung oder soziale Kontakte zur Verfügung steht.
Pendeln kann außerdem die Teilnahme am Hochschulleben erschweren. Studierende, die weit entfernt wohnen, müssen möglicherweise genauer auswählen, für welche Lehrveranstaltungen, Bibliotheksbesuche oder Treffen mit Kommiliton*innen sie den Weg zur Hochschule auf sich nehmen. Dadurch können weniger Gelegenheiten entstehen, Kontakte zu anderen Studierenden zu pflegen und sich in den Studienalltag einzubinden.
Allerdings bedeutet ein längerer Weg nicht automatisch, dass Studierende schlechter in das Hochschulleben integriert sind. Entscheidend sind auch die Häufigkeit der Anwesenheit, die persönlichen Kontakte, die Verkehrsanbindung und die individuelle Organisation des Studienalltags.
Zusammenfassung Die Wohnungssuche und das Pendeln sind eng miteinander verbunden. Hohe Mietpreise und ein knappes Wohnungsangebot erschweren es vielen Studierenden, eine geeignete Wohnung in der Nähe der Hochschule zu finden.
Lange Wege können Zeit, Geld und Energie kosten und die Teilnahme am akademischen und sozialen Hochschulleben erschweren. Gleichzeitig ist Pendeln für viele Studierende eine Möglichkeit, trotz begrenzter finanzieller Mittel oder fehlenden Wohnraums am gewünschten Studienort zu studieren. Wie stark sich die Wohnsituation auf den Alltag auswirkt, hängt deshalb von der Entfernung, der Verkehrsanbindung, den Kosten und der persönlichen Lebenssituation ab.
Mentale und körperliche Gesundheit
Körperliches Wohlbefinden
▼- Körperliches Wohlbefinden umfasst nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten, sondern auch Energie, körperliche Belastbarkeit und das persönliche Gesundheitsempfinden
- Rund 72 Prozent der Studierenden bewerten ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut
- Zu wenig Bewegung, eine unausgewogene Ernährung und eine ungünstige Sitzhaltung können körperliche Beschwerden begünstigen
- Auch Stress und Leistungsdruck können sich auf die körperliche Gesundheit auswirken
- Bewegung und gesundheitsfördernde Angebote können Studierende im Studienalltag unterstützen
Die meisten Studierenden schätzen ihren allgemeinen Gesundheitszustand positiv ein. Rund 72 Prozent bewerten ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. 6,9 Prozent schätzen sie dagegen als schlecht oder sehr schlecht ein. Die Zahlen beruhen auf der persönlichen Einschätzung der Studierenden.
Studentinnen bewerten ihren eigenen Gesundheitszustand etwas schlechter als Studenten (70 vs. 75 Prozent). Solche Unterschiede können mit verschiedenen Belastungen, Lebensbedingungen und unterschiedlicher Wahrnehmungen zusammenhängen.
Bewegung, Ernährung und Stress Das körperliche Wohlbefinden wird auch durch das Gesundheitsverhalten im Alltag beeinflusst. Zu wenig Bewegung, eine ungünstige Ernährung oder eine falsche Sitzposition können Beschwerden begünstigen.
Der Studienalltag bietet nicht immer genügend Bewegung. Viele Studierende verbringen einen großen Teil des Tages im Sitzen, zum Beispiel in Lehrveranstaltungen, beim Lernen oder bei der Arbeit am Computer. Dadurch können beispielsweise Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen entstehen oder verstärkt werden. Regelmäßige Bewegung und eine ergonomische Gestaltung des Lernplatzes können dazu beitragen, körperliche Belastungen zu verringern.
Die Ernährung ist ein weiterer wichtiger Bereich. Ein voller Stundenplan, Zeitdruck und begrenzte finanzielle Mittel können es schwieriger machen, regelmäßig und ausgewogen zu essen. Deshalb sind bezahlbare und gesunde Mahlzeiten für Studierende von Bedeutung.
Auch Stress kann sich körperlich bemerkbar machen. Leistungsdruck und eine hohe Arbeitsbelastung können dazu beitragen, dass sich Studierende erschöpft fühlen oder häufiger unter Beschwerden leiden. Körperliche und psychische Belastungen lassen sich deshalb im Studienalltag nicht immer klar voneinander trennen.
Gesundheitsförderung an Hochschulen Gesundheitsfördernde Angebote können Studierende dabei unterstützen, auf ihre körperliche Gesundheit zu achten. Dazu gehören insbesondere Sport- und Bewegungsangebote, Informationen zu Ernährung und Möglichkeiten zur Stressreduktion. In einer Befragung äußerten Studierende besonders häufig den Wunsch nach Angeboten in den Bereichen Sport und Bewegung, psychische Belastung und Stressreduktion.
Solche Angebote sollten möglichst einfach erreichbar sein und sich mit dem Studium vereinbaren lassen. Wichtig ist außerdem, dass die Studierenden wissen, welche Unterstützung vorhanden ist. Gesundheitsförderung sollte nicht erst beginnen, wenn bereits Beschwerden bestehen. Sie kann auch helfen, Problemen vorzubeugen.
Zusammenfassung Das körperliche Wohlbefinden ist eine wichtige Grundlage für einen erfolgreichen und möglichst belastbaren Studienalltag. Die Mehrheit der Studierenden bewertet den eigenen Gesundheitszustand positiv, allerdings berichtet ein Teil von gesundheitlichen Einschränkungen oder körperlichen Beschwerden.
Bewegung, Ernährung, eine geeignete Sitzhaltung und ausreichende Erholung können das Wohlbefinden unterstützen. Gleichzeitig dürfen körperliche Beschwerden nicht unabhängig von Stress, Leistungsdruck und den allgemeinen Studienbedingungen betrachtet werden. Hochschulen können durch Bewegungs- und Beratungsangebote dazu beitragen, die Gesundheit der Studierenden zu stärken.
Studieren mit Beeinträchtigungen
▼- Knapp 24 Prozent der Studierenden geben an, gesundheitlich beeinträchtigt zu sein
- Bei fast 16 Prozent wirkt sich die Beeinträchtigung erschwerend auf das Studium aus
- Gesundheitliche Beeinträchtigungen können körperlich, psychisch, chronisch oder sensorisch sein
- Beratung, Nachteilsausgleiche und flexible Studienbedingungen können betroffene Studierende unterstützen
Nicht jede Beeinträchtigung erschwert das Studium. Knapp 24 Prozent der Studierenden bezeichnen sich als gesundheitlich beeinträchtigt. Bei rund 16 Prozent wirkt sich die Beeinträchtigung auf das Studium aus. Etwa 8 Prozent fühlen sich beeinträchtigt, sehen dadurch aber keine größeren Studienprobleme.
Auswirkungen auf das Studium Eine Beeinträchtigung kann den Studienalltag auf unterschiedliche Weise erschweren. Betroffene Studierende benötigen möglicherweise mehr Zeit für die Vorbereitung, müssen häufiger Pausen einlegen oder können nicht an allen Veranstaltungen teilnehmen. Auch längere Krankheitsphasen sind möglich. In einigen Fällen kommt es zu einer Unterbrechung des Studiums. Die Auswirkungen sind unterschiedlich. Sie können Lehrveranstaltungen und Prüfungen betreffen. Auch die Planung des Studienalltags kann schwieriger werden.
Bei den Studierenden, deren Beeinträchtigung das Studium erschwert, berichten rund 65 Prozent von einer psychischen Erkrankung. Etwas mehr als 13 Prozent nennen eine chronische Erkrankung. Daneben werden unter anderem Bewegungs-, Seh- und Hörbeeinträchtigungen sowie Teilleistungsstörungen genannt.
Manche Beeinträchtigungen sind sofort sichtbar. Andere bleiben unsichtbar. Deshalb ist es wichtig, nicht von außen über den Unterstützungsbedarf einer Person zu urteilen.
Beratung und Nachteilsausgleich Beratungsstellen sind für betroffene Studierende besonders wichtig. Dort erhalten sie Informationen und Unterstützung. Themen können längere Studienunterbrechungen, Nachteilsausgleiche und die Vereinbarkeit von Studium und chronischer Erkrankung sein.
Ein Nachteilsausgleich soll Nachteile ausgleichen, die durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung entstehen. Er kann zum Beispiel eine längere Prüfungszeit, zusätzliche Pausen oder eine andere Form der Leistungserbringung ermöglichen. Bei einem Nachteilsausgleich handelt es sich nicht um eine Bevorzugung, sondern darum, vergleichbare Bedingungen für die Teilnahme am Studium zu schaffen.
Damit betroffene Studierende Unterstützung erhalten, müssen die zuständigen Stellen bekannt und gut erreichbar sein. Beratungsangebote sollten außerdem vertraulich und möglichst unkompliziert zugänglich sein.
Anforderungen an Hochschulen Hochschulen können die Studienbedingungen an vielen Stellen inklusiver gestalten. Dazu gehören barrierefreie Gebäude, zugängliche digitale Materialien und flexible Möglichkeiten für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen. Letzteres unterstützt besonders bei längeren Krankheitsphasen oder eingeschränkter Mobilität.
Darüber hinaus braucht es ein abgestimmtes Beratungs- und Unterstützungssystem. Dazu können Studienberatung, psychosoziale Beratung und besondere Ansprechpersonen für Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen gehören. Solche Angebote können dazu beitragen, Studienabbrüche zu vermeiden und die Chancengleichheit zu verbessern. Die Unterstützung sollte möglichst einfach zugänglich sein. Sie sollte vertraulich erfolgen und Studierende müssen wissen, an wen sie sich wenden können.
Zusammenfassung Studierende mit Beeinträchtigungen gehören zur Vielfalt der Studierendenschaft. Nicht jede Beeinträchtigung erschwert das Studium. Für viele Betroffene entstehen jedoch zusätzliche Herausforderungen. Diese Herausforderungen können Lehrveranstaltungen und Prüfungen betreffen. Auch die Organisation des Studienalltags kann schwieriger sein.
Barrierearme Studienbedingungen sind deshalb wichtig. Ebenso wichtig sind verständliche Informationen und gute Beratung. Nachteilsausgleiche können zusätzliche Nachteile verringern. So können Hochschulen mehr Chancengleichheit schaffen und Studierende im Studium unterstützen.
Mentale Gesundheit
▼- Mentale Gesundheit beschreibt das psychische Wohlbefinden im Studienalltag
- Rund 64 Prozent der Studierenden fühlen sich häufig gestresst
- Etwa 48 Prozent fühlen sich häufig überlastet
- Studienanforderungen und Prüfungen können Stress verstärken
- Soziale Kontakte, Unterstützung und Erholungszeiten können die mentale Gesundheit stärken
Das Studium bietet neue Erfahrungen und persönliche Entwicklung. Gleichzeitig bringt es viele Anforderungen mit sich. Dazu gehören Lernen, Prüfungen, Zeitplanung und die Suche nach einer beruflichen Perspektive. All dies kann Einfluss auf die mentale Gesundheit haben.
Stress und Überlastung Viele Studierende erleben im Studium Stress. Rund 64 Prozent der Studierenden berichten, dass sie sich häufig gestresst fühlen. Etwa 48 Prozent fühlen sich häufig überlastet. Rund 42 Prozent fühlen sich durch das Studium ausgelaugt. Auch das Studium selbst wird unterschiedlich belastend erlebt. Für etwa 28 Prozent stellt es häufig eine hohe Belastung dar. Bei anderen Studierenden kommt dies selten oder nie vor.
Stress ist nicht immer problematisch. Er kann kurzfristig helfen, Aufgaben zu bewältigen. Dauerhafter Stress kann jedoch zu Erschöpfung und Überlastung führen. Dann reichen die Möglichkeiten zur Erholung oft nicht mehr aus.
Gründe für mentale Belastungen Die Anforderungen im Studium sind eine wichtige Ursache für Stress. Dazu gehören ein großer Lernstoff und ein hohes Leistungsniveau. Auch Prüfungsphasen können die Belastung erhöhen.
Manche Studierende sorgen sich außerdem um ihren Studienverlauf. Sie haben Angst, die Regelstudienzeit zu überschreiten. Auch die berufliche Zukunft kann Sorgen auslösen. Dazu gehört die Frage, ob nach dem Studium eine passende Arbeit gefunden wird.
Weitere Belastungen können finanzielle Probleme und familiäre Verpflichtungen sein. Auch fehlende Zeit und wenig Erholung können die mentale Gesundheit beeinträchtigen. Die Belastungen sind daher nicht bei allen Studierenden gleich.
Schutz und Unterstützung Soziale Kontakte können die mentale Gesundheit stärken. Gespräche mit Freund*innen und Kommiliton*innen können entlasten. Auch das Gefühl, dazuzugehören, ist wichtig. Anerkennung und Gemeinschaft können Stress abfedern.
Auch persönliche Ressourcen helfen. Dazu gehören eine gute Stressbewältigung und eine realistische Planung. Entscheidungsspielräume im Studium können ebenfalls entlasten. Eine positive Zukunftsperspektive kann das Wohlbefinden stärken.
Hochschulen können weitere Unterstützung anbieten. Dazu gehören psychologische Beratung und Angebote zur Stressreduktion. Auch Bewegungsangebote können hilfreich sein. Nicht alle Studierenden nutzen vorhandene Angebote. Manche kennen sie nicht. Andere scheuen den Kontakt oder finden keine passende Unterstützung. Deshalb sollten Beratungsangebote bekannt, vertraulich und leicht erreichbar sind.
Auch außerhalb der Hochschule gibt es Hilfsangebote. So gibt es unter anderem Hilfenummern, bei denen man anonym und kostenlos anrufen kann, um über sein Problem zu sprechen und Hilfe zu bekommen. Bei psychischen Problemen oder einer psychischen Erkrankungen kann auch eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden.
Zusammenfassung Viele Studierende fühlen sich im Studium gestresst oder überlastet. Prüfungen, hohe Anforderungen und Sorgen um die Zukunft können die mentale Gesundheit belasten. Soziale Kontakte und persönliche Ressourcen können dagegen helfen. Auch die Hochschule trägt Verantwortung. Gute Studienbedingungen, Beratung und passende Unterstützungsangebote können das mentale Wohlbefinden stärken.
Hilfenummern Telefonseelsorge (alle Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenslage befinden, Sorgen, Ängste oder Probleme haben): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123 (rund um die Uhr, kostenlos)
Info-Telefon Depression (für Betroffen und Angehörige): 0800 334 4533 (Mo, Di, Do: 13-17 Uhr & Mi, Fr: 08:30-12:30 Uhr, kostenlos)
Nummer gegen Kummer (für Eltern und andere Erziehende): 0800 111 0 550 (Mo, Mi, Fr: 9 -17 Uhr & Di, Do: 9-19 Uhr, kostenlos)
Stress, Erschöpfung und Überlastung
▼- Rund 64 Prozent der Studierenden fühlen sich häufig gestresst
- Etwa 48 Prozent fühlen sich häufig überlastet
- Rund 42 Prozent fühlen sich durch das Studium ausgelaugt
- Prüfungen, Leistungsdruck und Zeitmangel können den Stress verstärken
- Soziale Unterstützung, Erholung und eigene Entscheidungsspielräume können entlasten
Stress und Überlastung sind nicht dasselbe. Stress kann vorübergehend auftreten. Überlastung entsteht eher, wenn die Belastung über längere Zeit anhält. Dann reichen die Möglichkeiten zur Erholung oft nicht mehr aus.
Ursachen von Stress Eine wichtige Ursache sind die Anforderungen des Studiums. Dazu gehören ein großer Lernstoff und schwierige Prüfungen. Auch hoher Leistungsdruck kann die Belastung erhöhen. Viele Studierende stehen außerdem unter Zeitdruck. Sie müssen Lehrveranstaltungen besuchen, lernen und Prüfungen vorbereiten. Manche arbeiten zusätzlich oder kümmern sich um Kinder oder Angehörige.
Auch die Zukunft kann Sorgen auslösen. Einige Studierende haben Angst, die Regelstudienzeit zu überschreiten. Andere machen sich Gedanken über den Berufseinstieg oder eine mögliche Arbeitslosigkeit nach dem Studium.
Erschöpfung und Überlastung Erschöpfung zeigt sich auf unterschiedliche Weise. Studierende fühlen sich zum Beispiel müde und unkonzentriert. Ihnen fehlt die Energie für das Studium. Auch Motivation und Freude können abnehmen.
Fortgeschrittene Studierende berichten häufiger von Stress und Überlastung als Studienanfänger*innen. Mit dem Studienfortschritt können die Leistungsanforderungen steigen. Auch die Unsicherheit über die berufliche Zukunft kann zunehmen.
Was kann entlasten? Soziale Kontakte können bei Stress helfen. Gespräche mit Freund*innen, Kommiliton*innen und der Familie können Unterstützung geben.
Resilienz ist eine weitere wichtige Ressource. Resilienz bedeutet psychische Widerstandskraft. Resiliente Studierende bleiben bei Problemen nicht unbedingt unbelastet. Sie können sich aber eher von schwierigen Phasen erholen und Lösungen für neue Herausforderungen finden. Hohe Studienanforderungen und eine geringe Resilienz stehen mit stärkerer Erschöpfung in Verbindung.
Auch Selbstmitgefühl kann helfen. Damit ist ein verständnisvoller Umgang mit sich selbst gemeint. Fehler und Misserfolge werden nicht sofort als persönliches Versagen bewertet. Stattdessen versuchen Studierende, sich selbst mit derselben Freundlichkeit zu begegnen wie einer anderen Person in einer schwierigen Situation. Selbstmitgefühl kann dadurch den Umgang mit Leistungsdruck erleichtern.
Erholungszeiten bleiben ebenfalls wichtig. Dazu gehören Pausen, Schlaf und Aktivitäten außerhalb des Studiums. Ohne ausreichende Erholung kann sich Stress verstärken.
Auch eigene Entscheidungsspielräume können entlasten. Wer den Lernalltag teilweise selbst planen kann, hat möglicherweise mehr Möglichkeiten, die eigenen Kräfte einzuteilen.
Unterstützung durch die Hochschule Hochschulen können die Belastung ihrer Studierenden verringern. Klare Informationen und gut organisierte Studienabläufe können dabei helfen. Auch eine realistische Planung von Prüfungen und Abgaben ist wichtig. Studierende sollten schnell Beratung finden können. Dazu gehören Studienberatung und psychologische Beratung. Angebote zur Stressreduktion können eine zusätzliche Unterstützung sein.
Wichtig ist, dass die Angebote bekannt und leicht erreichbar sind. Manche Studierende wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Andere haben Hemmungen oder keine Zeit für eine Beratung.
Auch außerhalb der Hochschule gibt es Hilfsangebote. So gibt es unter anderem Hilfenummern, bei denen man anonym und kostenlos anrufen kann, um über sein Problem zu sprechen und Hilfe zu bekommen. Bei psychischen Problemen oder einer psychischen Erkrankungen kann auch eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden.
Zusammenfassung Stress, Erschöpfung und Überlastung sind für viele Studierende ein Teil des Studienalltags. Prüfungen, Leistungsdruck, Zeitmangel und Zukunftssorgen können die Belastung verstärken. Kurzfristiger Stress ist nicht immer problematisch. Dauerhafte Überlastung kann jedoch die Gesundheit und den Studienverlauf beeinträchtigen. Soziale Unterstützung, ausreichende Erholung und gute Studienbedingungen können entlasten. Die Hochschulen können eine Beratung und passende Unterstützungsangebote bereitstellen.
Hilfenummern Telefonseelsorge (alle Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenslage befinden, Sorgen, Ängste oder Probleme haben): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 oder 116 123 (rund um die Uhr, kostenlos)
Info-Telefon Depression (für Betroffen und Angehörige): 0800 334 4533 (Mo, Di, Do: 13-17 Uhr & Mi, Fr: 08:30-12:30 Uhr, kostenlos)
Nummer gegen Kummer (für Eltern und andere Erziehende): 0800 111 0 550 (Mo, Mi, Fr: 9 -17 Uhr & Di, Do: 9-19 Uhr, kostenlos)
Bewegung, Ernährung und gesunde Gewohnheiten
▼- Bewegung kann das körperliche und mentale Wohlbefinden stärken
- Langes Sitzen und wenig Bewegung können Beschwerden begünstigen
- Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Gesundheit im Studienalltag
- Regelmäßige Pausen und eine gute Sitzhaltung können entlasten
Schon kleine Veränderungen können helfen. Studierende können kurze Bewegungspausen einplanen. Auch Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad bringen mehr Bewegung in den Alltag. Sportangebote können eine weitere Möglichkeit sein.
In einer Befragung wünschten sich 70 Prozent der Studierenden Angebote zu Sport, Fitness und Bewegung. Das zeigt den hohen Bedarf an leicht zugänglichen Bewegungsangeboten an Hochschulen.
Ernährung und Gesundheit Auch die Ernährung beeinflusst das körperliche Wohlbefinden. Regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten können die Energie im Studienalltag unterstützen. Obst und Gemüse gelten dabei als gesundheitsfördernd.
Für Studierende ist eine gesunde Ernährung nicht immer einfach. Ein voller Stundenplan lässt wenig Zeit zum Kochen. Auch die finanziellen Möglichkeiten sind unterschiedlich. Deshalb sind bezahlbare Mahlzeiten an Hochschulen wichtig. Mensen und Cafeterien können dabei eine Rolle spielen. Sie können gesunde und preisgünstige Gerichte anbieten. So wird eine ausgewogene Ernährung auch bei wenig Zeit und Geld leichter.
Gesunde Gewohnheiten Gesunde Gewohnheiten müssen nicht kompliziert sein. Regelmäßige Pausen können helfen, den Tag besser einzuteilen. Auch eine passende Sitzhaltung und ein gut eingerichteter Lernplatz sind wichtig.
Bewegung und Ernährung können die mentale Gesundheit unterstützen. Sie ersetzen keine professionelle Hilfe. Sie können aber dazu beitragen, Stress besser zu bewältigen und das eigene Wohlbefinden zu stärken.
Entscheidend ist, dass gesunde Gewohnheiten zum eigenen Alltag passen. Nicht alle Studierenden haben die gleichen Möglichkeiten. Neben Zeit und Geld können auch Arbeit, Familie oder gesundheitliche Einschränkungen eine Rolle spielen.
Verantwortung der Hochschule Gesundheit hängt nicht nur vom Verhalten einzelner Studierender ab. Auch Hochschulen können einen Teil beitragen. Dazu gehören das Lernumfeld, die Essensangebote und die vorhandenen Beratungsangebote.
Hochschulen können Bewegung und gesunde Ernährung leichter zugänglich machen. Möglich sind zum Beispiel Sportkurse, Bewegungspausen und gesundes Essen in der Mensa.
Gesundheitsangebote sollten möglichst in den Studienalltag integriert werden. Dann entsteht keine zusätzliche Belastung. Außerdem können mehr Studierende erreicht werden.
Zusammenfassung Bewegung, Ernährung und gesunde Gewohnheiten können das Wohlbefinden von Studierenden stärken. Langes Sitzen, wenig Bewegung und eine unausgewogene Ernährung können dagegen Beschwerden begünstigen. Kleine Veränderungen können bereits helfen. Dazu gehören Bewegungspausen, eine gute Sitzhaltung und regelmäßige Mahlzeiten. Die Hochschulen können durch bezahlbare Essensangebote, Sportkurse und leicht erreichbare Gesundheitsangebote einen gesunden Studienalltag unterstützen.
Freizeit, Werte und persönliche Entwicklung
Freizeit und Sport
▼- Freizeit schafft einen Ausgleich zum Studium
- Sport kann das körperliche und mentale Wohlbefinden unterstützen
- Gemeinsame Aktivitäten fördern soziale Kontakte
- Zeit, Geld und persönliche Verpflichtungen beeinflussen die Freizeitgestaltung
- Hochschulen können passende Angebote anbieten
Für 53 Prozent der Befragten sind Freizeit und Sport wichtige Themen im persönlichen Umfeld. Freizeit muss dabei nicht immer aufwendig sein. Treffen mit Freund*innen, Spaziergänge, Musik oder kulturelle Aktivitäten können bereits einen Ausgleich schaffen.
Sport und Bewegung Sport bietet eine Möglichkeit, aktiv zu bleiben. Er kann den Studienalltag abwechslungsreicher machen. Außerdem können Studierende beim Sport neue Menschen kennenlernen.
Viele Studierende wünschen sich entsprechende Angebote. In einer Befragung äußerten 70 Prozent Interesse an Sport, Fitness und Bewegung. Hochschulsport kann deshalb eine wichtige Rolle spielen. Die Angebote finden meist direkt am Hochschulort statt und umfassen verschiedene Sportarten und Leistungsniveaus.
Freizeit und soziale Kontakte Freizeitaktivitäten finden häufig gemeinsam mit anderen statt. Treffen mit Freund*innen können Freude machen und emotionale Unterstützung geben. Sie können auch helfen, mit Leistungsdruck und Problemen im Studium besser umzugehen.
Sportgruppen, studentische Initiativen und kulturelle Veranstaltungen schaffen weitere Möglichkeiten für Begegnungen. Dadurch können neue Freundschaften entstehen. Gleichzeitig haben nicht alle Studierenden die gleichen Möglichkeiten, an solchen Aktivitäten teilzunehmen.
Zeitliche und finanzielle Grenzen Erwerbstätigkeit, familiäre Verpflichtungen und gesundheitliche Einschränkungen können die Freizeit begrenzen. Erwerbstätige Studierende verbringen durchschnittlich rund 15 Stunden pro Woche mit ihrer Arbeit. Je mehr Zeit die Arbeit beansprucht, desto weniger Zeit bleibt für andere Aktivitäten.
Auch die Kosten können eine Rolle spielen. Mitgliedsbeiträge, Sportkleidung oder Fahrtkosten sind für manche Studierende schwer finanzierbar. Kostenlose oder günstige Angebote erleichtern daher die Teilnahme.
Zusammenfassung Freizeit und Sport können Studierenden Erholung, Bewegung und soziale Kontakte ermöglichen. Sie schaffen einen wichtigen Ausgleich zu den Anforderungen des Studiums. Nicht alle Studierenden haben jedoch gleich viel Zeit oder Geld für Freizeitaktivitäten. Hochschulen können mit günstigen Sportkursen, studentischen Gruppen und kulturellen Angeboten mehr Teilhabe ermöglichen.
Familie und Freunde als persönliche Prioritäten
▼- Familie und Freunde haben für viele Studierende eine hohe Bedeutung
- Familie ist für 81 Prozent der Befragten besonders wichtig
- Freunde und das soziale Umfeld folgen mit 65 Prozent
- Familie und Freunde können emotional und praktisch unterstützen
- Erwartungen aus dem privaten Umfeld können auch zu zusätzlichem Druck führen
Diese Prioritäten zeigen, dass das Studium nicht unabhängig vom persönlichen Umfeld stattfindet. Viele Studierende möchten Zeit für ihre Familie und Freund*innen haben. Sie wollen Beziehungen pflegen und am Leben anderer teilhaben.
Unterstützung im Studium Familie und Freunde können Studierende auf verschiedene Weise unterstützen. Sie hören zu und geben Rat. Sie können bei Entscheidungen helfen und in schwierigen Lernphasen Trost spenden.
Auch praktische Unterstützung ist möglich. Dazu gehören Hilfe bei fachlichen Fragen oder Unterstützung im Alltag. Gemeinsame Freizeitaktivitäten können außerdem für Ablenkung sorgen und neue Energie geben.
Freundschaften können auch für die soziale Integration wichtig sein. Gespräche und gemeinsame Aktivitäten stärken das Gefühl, dazuzugehören. Das gilt besonders für Studierende, die noch keinen festen Freundeskreis am Hochschulort haben.
Mögliche Belastungen Familie und Freunde sind nicht immer nur eine Unterstützung. Sie können auch Erwartungen an Studierende haben. Dazu gehört zum Beispiel der Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit oder nach Hilfe im Alltag. Solche Erwartungen können mit dem Studium in Konflikt geraten. Das gilt besonders, wenn Studierende zusätzlich arbeiten, Kinder betreuen oder Angehörige unterstützen. Dann bleibt weniger Zeit für Lernen und Erholung.
Auch räumliche Entfernung kann eine Rolle spielen. Studierende, die nicht am Hochschulort wohnen, haben möglicherweise weniger Gelegenheit, Freundschaften vor Ort aufzubauen. Umgekehrt kann die Nähe zu Familie und Freund*innen ein wichtiger Grund für die Wahl des Studienortes sein.
Zusammenfassung Familie und Freunde gehören für viele Studierende zu den wichtigsten persönlichen Prioritäten. Sie können emotionale Unterstützung geben und im Studienalltag helfen. Gemeinsame Zeit und soziale Kontakte können außerdem das Wohlbefinden stärken. Gleichzeitig können familiäre Verpflichtungen und Erwartungen zusätzlichen Druck erzeugen. Entscheidend ist deshalb ein gutes Gleichgewicht zwischen Studium, privaten Beziehungen und den eigenen Bedürfnissen.
Gesellschaftliches Engagement
▼- Gesellschaftliches Engagement kann Studierenden Sinn und Orientierung geben
- 41% der Befragten halten gesellschaftliches Engagement für sehr wichtig
- Engagement ist zum Beispiel in Vereinen, Initiativen oder sozialen Projekten möglich
- Freiwillige Tätigkeiten können soziale Kontakte und persönliche Fähigkeiten stärken
- Zeitmangel und Studienanforderungen können das Engagement erschweren
Für 41 Prozent der Befragten hat gesellschaftliches Engagement eine sehr große Bedeutung. Damit ist es für viele Studierende ein wichtiger Teil ihrer persönlichen Werte. Es steht jedoch hinter Themen wie Familie, Freundschaften sowie Freizeit und Sport.
Formen des Engagements Studierende können sich auf unterschiedliche Weise engagieren. Sie können in einem Verein mitarbeiten oder sich in einer studentischen Initiative einsetzen. Auch soziale, politische, kulturelle oder ökologische Projekte kommen infrage.
Engagement kann außerdem an der Hochschule stattfinden. Dazu gehören die Mitarbeit in Hochschulgruppen, die Vertretung studentischer Interessen oder die Unterstützung anderer Studierender.
Chancen für Studierende Freiwillige Tätigkeiten bieten Möglichkeiten, neue Menschen kennenzulernen. Sie können das Gefühl stärken, gebraucht zu werden. Außerdem können sie zur persönlichen Entwicklung beitragen.
Engagement kann auch eine Lernmöglichkeit sein. Studierende sammeln Erfahrungen und lernen neue Fähigkeiten. Dazu gehören zum Beispiel Organisation, Zusammenarbeit und Kommunikation.
Für manche Studierende ist gesellschaftliches Engagement ein Ausgleich zum Studium. Es eröffnet neue Perspektiven und schafft Kontakte außerhalb des Studienalltags. Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann dadurch auch das persönliche Wohlbefinden stärken.
Zeitliche Grenzen Gesellschaftliches Engagement braucht Zeit. Diese Zeit fehlt manchmal wegen des Studiums. Auch Erwerbstätigkeit, Familie oder andere Verpflichtungen können eine regelmäßige Teilnahme erschweren.
Studierende müssen deshalb häufig abwägen. Sie möchten sich engagieren. Gleichzeitig müssen sie genügend Zeit für Lernen, Arbeit und Erholung behalten. Die Studienphase ist für viele Engagierte ein Grund, ihr Engagement zeitlich einzuschränken.
Flexible Studienbedingungen können die Teilnahme unterstützen. Wenn Engagement mit Lehrveranstaltungen oder Studienleistungen verbunden werden kann, entsteht für Studierende ein weiterer Anreiz.
Zusammenfassung Gesellschaftliches Engagement ist für viele Studierende ein wichtiger persönlicher Wert. Es kann soziale Kontakte schaffen und die persönliche Entwicklung fördern. Gleichzeitig begrenzen Studium, Arbeit und private Verpflichtungen oft die verfügbare Zeit. Flexible Studienbedingungen können dazu beitragen, dass mehr Studierende sich engagieren können.
Selbstständigkeit und persönliche Entwicklung
▼- Im Studium müssen Studierende viele Aufgaben selbst organisieren
- Selbstständiges Lernen und gutes Zeitmanagement sind für den Studienerfolg wichtig
- Das Studium kann die persönliche Entwicklung fördern
- Eigene Entscheidungen und Interessen können die Motivation stärken
- Zu viel Verantwortung ohne ausreichende Unterstützung kann auch überfordern
Diese Anforderungen unterscheiden sich vom Schulalltag. Im Studium gibt es häufig weniger feste Vorgaben. Deshalb sind Zeitmanagement und regelmäßiges Lernen besonders wichtig.
Eigene Entscheidungen und Interessen Selbstständigkeit bedeutet nicht nur Organisation. Studierende treffen auch viele persönliche Entscheidungen. Sie wählen beispielsweise ihre Lehrveranstaltungen, Schwerpunkte und Lernformen.
Eigene Interessen können dabei die Motivation stärken. Wer das Studium als persönlich wichtig erlebt, setzt sich häufig selbstständiger mit den Inhalten auseinander. Das kann die Zufriedenheit und den Studienerfolg fördern.
Wahlmöglichkeiten können diese selbstbestimmte Motivation unterstützen. Dazu gehören Wahlmodule, eigene Projekte und unterschiedliche Prüfungsformen. Auch die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, kann hilfreich sein.
Persönliche Entwicklung Das Studium ist für viele junge Erwachsene eine wichtige Lebensphase. Sie machen neue Erfahrungen und übernehmen mehr Verantwortung. Dadurch können sie sich persönlich weiterentwickeln.
Studierende lernen, Entscheidungen zu treffen und mit den Folgen umzugehen. Sie müssen Aufgaben planen und eigene Ziele verfolgen. Auch der Umgang mit Fehlern und Rückschlägen kann wichtige Erfahrungen vermitteln.
Persönliche Entwicklung verläuft nicht bei allen Studierenden gleich. Manche werden schnell selbstständig. Andere benötigen zunächst mehr Orientierung und Unterstützung. Beides ist normal.
Herausforderungen der Selbstständigkeit Selbstständigkeit kann auch belastend sein. Wenn das Studium nur wenige Vorgaben macht, müssen Studierende ihren Alltag weitgehend selbst strukturieren. Das kann zu Unsicherheit und Überforderung führen.
Besonders schwierig kann der Studienbeginn sein. Neue Studierende müssen sich zunächst orientieren. Sie müssen Abläufe verstehen und herausfinden, welche Anforderungen an sie gestellt werden.
Unterstützung bleibt deshalb wichtig. Selbstständigkeit bedeutet nicht, alle Probleme allein lösen zu müssen. Es gehört auch dazu, rechtzeitig Hilfe zu suchen und Beratung anzunehmen.
Zusammenfassung Das Studium bietet viele Möglichkeiten, selbstständiger zu werden. Studierende organisieren ihren Alltag und treffen eigene Entscheidungen. Sie entwickeln dabei neue Fähigkeiten und sammeln wichtige Erfahrungen.
Eigene Interessen und Entscheidungsspielräume können die Motivation stärken. Gleichzeitig können fehlende Orientierung und zu hohe Anforderungen überfordern. Deshalb brauchen Studierende neben Freiräumen auch klare Informationen und erreichbare Unterstützung.
Eine unterstützende Hochschulumgebung
▼- Eine unterstützende Hochschule berücksichtigt die unterschiedlichen Lebenssituationen der Studierenden
- Soziale Kontakte können Orientierung und Hilfe im Studium geben
- Beratungs- und Unterstützungsangebote sollten bekannt und leicht erreichbar sein
- Gesundheit und Wohlbefinden gehören zu guten Studienbedingungen
Eine unterstützende Hochschule nimmt diese verschiedenen Bereiche ernst. Sie bietet klare Informationen und verlässliche Ansprechpersonen. Auch faire Regeln und eine gute Organisation sind wichtig.
Soziale und akademische Unterstützung Kontakte zu anderen Studierenden können den Studienalltag erleichtern. Kommiliton*innen können Informationen weitergeben und bei Problemen helfen. Gemeinsames Lernen kann ebenfalls Unterstützung bieten. Auch Lehrende können eine wichtige Rolle spielen. Sie können Fragen beantworten und Rückmeldungen geben. Dadurch erhalten Studierende mehr Orientierung.
Eine gute soziale Einbindung kann außerdem das Gefühl stärken, an der Hochschule angekommen zu sein. Eingebundene Studierende tauschen sich häufiger über ihr Studium aus. Sie bilden eher Lerngruppen und können sich gegenseitig motivieren.
Beratung und Gesundheitsförderung Studierende können im Studium vor verschiedenen Problemen stehen. Dazu gehören fachliche, finanzielle, gesundheitliche und psychische Belastungen. Für diese Situationen brauchen sie passende Unterstützungsangebote.
Beratungsstellen sollten leicht erreichbar sein. Die Angebote müssen außerdem bekannt sein. Fehlende Informationen können sonst den Zugang erschweren. Auch Zeitmangel und Hemmungen können dazu führen, dass Studierende keine Beratung nutzen.
Gesundheit und Wohlbefinden sollten nicht nur durch einzelne Zusatzangebote berücksichtigt werden. Sie können als fester Bestandteil der Hochschulkultur verstanden werden. Dazu gehören zum Beispiel Bewegungsangebote, psychologische Beratung und Unterstützung bei besonderen Belastungen.
Unterschiedliche Bedürfnisse Nicht alle Studierenden brauchen die gleiche Unterstützung. Manche benötigen Hilfe bei der Studienorganisation. Andere brauchen Beratung zu gesundheitlichen oder finanziellen Problemen. Auch Sprache, Herkunft, Behinderung oder familiäre Verpflichtungen können eine Rolle spielen. Deshalb sollten Angebote möglichst barrierearm und verständlich sein. Unterschiedliche Gruppen sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
Zusammenfassung Eine unterstützende Hochschulumgebung verbindet gute Studienbedingungen mit sozialer und persönlicher Unterstützung. Dazu gehören klare Informationen, erreichbare Beratungsstellen und Möglichkeiten zum Austausch. Auch soziale Kontakte und die Unterstützung durch Kommiliton*innen können den Studienalltag erleichtern.
